Spaßwettbewerb - Schussfahrt übers Planschbecken: 50 Teilnehmer versuchen's beim Waterslide-Contest in Undingen

Beim Undinger Waterslide-Contest geht jeder baden

VON PATRICIA KOZJEK

SONNENBÜHL. Heute schon abgekühlt? Willkommen beim sechsten Waterslide-Contest in Undingen. »Hüpfete scheint dieses Jahr voll in zu sein«, frotzelt Moderator Andreas Betz gut gelaunt, während es für gut 50 Fahrer mit Ski oder Snowboard und »volle Schuss und Hüpfete« in Richtung Planschbecken geht. Einmal darin angekommen anstatt darüber gegleitet, ist man jedenfalls hellwach. Grund: Die 50 000 Liter Wasser wurden erst Ende der Woche von der Undinger Feuerwehr ins gut zehn Meter lange Becken gepumpt. Nachts zuvor waren die Temperaturen auf der Alb dann einstellig, wie Besucher wissen.

Kreative Outfits gehören beim Waterslide-Contest dazu ? spektakuläre Stürze ebenso. Für die schönsten Bruchlandungen gibt?s sogar eine eigene Wertung.
Kreative Outfits gehören beim Waterslide-Contest dazu – spektakuläre Stürze ebenso. Für die schönsten Bruchlandungen gibt’s sogar eine eigene Wertung. FOTO: Patricia Kozjek
»Get wet!« kann am Samstag deshalb nicht nur »nass werden«, sondern zugleich auch »mir isch a-kalt« bedeuten. Das frische Windle schmeichelt den aufgestellten Haaren auf Arm und Bein der Bruchpiloten nicht gerade. Egal, sie strahlen weiter und der Spaß am »sommerlichen Wintersport« auf der Alb bleibt trotz manch nassem Outfit ungetrübt. Zufrieden mit Besucherschar und Wetter sind auch die Veranstalter der Ski- und Snowboardschule des TSV Undingen. »Eigentlich hatten wir bisher immer Glück mit dem Wetter«, erinnert sich Abteilungsleiter Sebastian Köhler. »So eine Veranstaltung steht und fällt damit«, weiß auch Marcus Schrade.

Nur alpine Sportgeräte sind auf der spaßigen Schussfahrt erlaubt. Zu Beginn ist die »Startbahn« 60 Meter lang. Wer's übers Wasser schafft, ist eine Runde weiter. Dann wird der Anlauf immer weiter verkürzt. »Die ganz Guten schaffen es bis 25 Meter«, sagt Schrade. Wer zwischenzeitlich baden geht, kriegt von Pseudo-Bademeister Daniel Süß freundlich die Hand ins Becken gereicht. Denn: Ist gar nicht einfach, mit Skiern oder Board nebst gut gefüllten Skistiefeln und Softboots aus dem Wasser zu kommen.

»Prellungen und blaue Flecken gehören hier schon mal dazu«, sagt Köhler beim nächsten harten Aufprall eines Fahrers am Ziel. »Aua«, ruft's da aus dem Publikum. »Ernsthaft passiert ist aber noch nie etwas.« Apropos Aufprall: Auch die spektakulärsten Stürze ins Wasser werden belohnt - mit einer »Wildcard«. Diese Freikarte verschafft dem gestrandeten Piloten hinterher die Teilnahme im Sonderwettbewerb »Best Trick«. Da geht es nicht mehr darum, weit zu springen, sondern darum, möglichst elegant oder witzig im Wasser zu landen. Ordentlich spritzen darf es auch. Das Publikum entscheidet über Sieg oder Niederlage.

Dass mit »biologisch abbaubarer Schmierseife« gearbeitet wird, damit's am grünen Hang flutscht, darauf legen die Jungs von der Skischule schon wert. Waterslide-Hochburgen gibt es in Baden-Württemberg mittlerweile drei: Schönwald im Schwarzwald, Meßstetten und Undingen. »Die Idee entstand in einem Frühjahr auf dem Parkplatz auf der Alb. Wir wollten Skifahren und der Parkplatz war voll mit Wasser. Dann haben wir's darauf versucht«, lacht Schrade. ( GEA)


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Erfrischender Wettkampf

6. Waterslide Contest in Undingen

6. Waterslide Contest in Undingen 2017
FOTO: Patricia Kozjek
 
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