Kirche - Die Bemühungen des Willmandinger Kirchengemeinderats haben sich gelohnt: Die Theologin Anne Rahlenbeck zieht demnächst mit ihrer Familie ins Pfarrhaus ein
Beim Oberkirchenrat vorgesprochen
SONNENBÜHL-WILLMANDINGEN. Ein Jahr lang haben sie warten müssen, demnächst können die Willmandinger evangelischen Christen wieder eine Seelsorgerin im Ort begrüßen: Ende Februar wird Pfarrerin zur Anstellung Anne Rahlenbeck mit ihrer Familie ins Pfarrhaus einziehen.
Pfarrerin zur Anstellung Anne Rahlenbeck bezieht mit ihrem Ehemann Daniel Haug und Sohn Jakob Ende des Monats das Willmandinger Pfarrhaus. . FOTO: PR
Das Warten auf die Wiederbesetzung ihrer Pfarrstelle ist den Willmandingern lang geworden: Vor einem Jahr wurde Pfarrerin Melanie Scheede verabschiedet, seither war die Stelle vakant. Pfarrerin Gertud Hornung aus Veringenstadt hat die Gemeinde kommissarisch mit betreut. Nach zwei Ausschreibungen hatte sich niemand auf die 75-Prozent-Stelle beworben.
Gespräch in Stuttgart
Für den Kirchengemeinderat war das Anlass genug, mit einer Delegation selbst beim Oberkirchenrat vorzusprechen. Bei diesem Gespräch in Stuttgart sei bereits in Aussicht gestellt worden, dass es zumindest eine vorübergehende Lösung mit einem Pfarrer oder einer Pfarrerin in Ausbildung geben könnte, berichtet Hartmut Möck, zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderats.
So ist es jetzt auch gekommen: Am Sonntag, 4. März, wird Pfarrerin zur Anstellung Anne Rahlenbeck im Gottesdienst um 10 Uhr in der St.-Gallus-Kirche in der Gemeinde begrüßt. Die Theologin ist 33 Jahre alt, verheiratet und hat einen eineinhalbjährigen Sohn. Ihr Wurzeln hat sie in Tutzing am Starnberger See. Aufgewachsen ist sie in Neckartenzlingen. Und sie freut sich, eine Anstellung in der Nähe ihres Elternhauses gefunden zu haben. Nach dem Abitur studierte sie Theologie in Bielefeld, Bochum, Prag und Tübingen, zuletzt packte sie aus persönlichem Interesse nebenbei noch einige Semester Kunstgeschichte mit drauf. Ein Vorpraktikum hatte sie ein halbes Jahr lang in einer Einrichtung für Menschen mti Behinderungen absolviert.
Das Vikariat führte sie nach Loßburg im Schwarzwald, eine Gemeinde, die - ähnlich wie Sonnenbühl - aus mehreren Teilorten besteht. Danach hat sie zwei Jahre lang in der Vikarsausbildung an der Akademie in Bad Boll gearbeitet und in dieser Zeit nach der Geburt ihres Sohnes Jakob ein halbes Jahr Elternzeit eingelegt. Jetzt freut sie sich auf Willmandingen und besonders auf die Menschen, mit denen sie es zu tun haben wird. »Der Kontakt zur Gemeinde ist es vor allem, was ich an meinem Beruf so mag«, erklärt sie.
Beauftragt ist sie als Seelsorgerin für Willmandingen zunächst für ein Jahr - so lang, wie sie offiziell noch in Ausbildung ist. Ihre Stelle umfasst 50 Prozent, da 25 Prozent bereits von der Erpfinger Pfarrerin Rebekka Scheck wahrgenommen werden. »Wir sind froh über diese Entwicklung«, betont Hartmut Möck, »denn es ist immer besser, eine eigene Pfarrerin am Ort zu haben.« (ps)
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