Flyer-Börse - 37 Anbieter aus sechs Landkreisen präsentierten sich am Mittwoch in der Erpftalhalle
Austausch von Ideen und Marketing-Material
SONNENBÜHL-ERPFINGEN. Für manche Anbieter war der Veranstaltungsort der ersten touristischen Flyer-Börse schon fast so etwas wie Ausland. Ihre Anreise aus dem Alb-Donau-Kreis oder aus dem Kreis Esslingen war nicht »der nächste Weg«. Dennoch waren sie am Mittwochnachmittag nach Erpfingen gekommen, um ihre Landkreise, Städte und Gemeinden samt deren Attraktionen zu präsentieren. Mitgebracht hatten sie jede Menge Informationsmaterial, vor allem handliche Broschüren, wie sie interessierte Urlauber gern mitnehmen.
Diese erste regionale Börse für touristisches Marketing-Material war nach Ansicht von Bettina Peters vom Tourismusverein Sonnenalb ein gelungenes Experiment. Zwar kamen nicht so viele Besucher wie erhofft, um sich aus der Vielfalt des Angebots die Flyer ihrer Wahl herauszusuchen. Doch für die Touristiker aus sechs verschiedenen Landkreisen bot sich die Gelegenheit, sich untereinander kennenzulernen und ihre Materialien auszutauschen, mit denen sie auch »ortsfern« für Sehenswürdigkeiten in der Region werben können.
Insgesamt 37 unterschiedliche Aussteller waren gekommen, darunter auch etliche private Anbieter. »Hier haben wir die Zeit und den Rahmen, uns über die regionalen Grenzen hinweg kennenzulernen und so vielleicht ein Netzwerk für die Zukunft aufzubauen. Davon können unsere Gäste und Besucher nur profitieren«, sagte eine Teilnehmerin. »Die Böse ist eine gute Sache, weil sich auch kleinere Gemeinden oder Ferienhausanbieter präsentieren können«, sagte Larissa Schwabenthan, die gemeinsam mit Martina Dehner den Stand des Zollern-Alb-Kreises betreute. Ihrer Ansicht nach sollte es diese Möglichkeit zum Austausch »nicht zu oft, aber regelmäßig« geben, damit auch neue Angebote wahrgenommen werden.
Biosphärenführer Rolf Herzig war eigens aus Münsingen gekommen, um die »Kollegen« aus den Nachbarlandkreisen mit dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb und seinen Attraktionen vertraut zu machen. Er hatte sich allerdings mehr Zuspruch seitens der Bevölkerung oder von interessierten Gästen der Alb erhofft.
Zufrieden mit der Resonanz war Wolfgang Schütz, Geschäftsführer von Mythos Schwäbische Alb. »Für das erste Mal ist das ein großer Erfolg«, betonte er. Nach dieser Erfahrung will er gemeinsam mit Organisatorin Bettina Peters »Ideen mitnehmen und nach Optimierungsmöglichkeiten schauen«. Denn dass es auch im nächsten Jahr wieder eine Flyer-Börse geben wird, hält er für sehr wahrscheinlich. »Der Termin vor Saisonbeginn ist für die Touristiker ideal«, sagte er, um neue Prospekte und Angebote austauschen zu können. Sein erklärtes Ziel ist es, »mit dieser Veranstaltung die Zusammenarbeit über die politischen Grenzen hinweg zu stärken«. (ps)
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