Über die Alb
Wandel - Der Albverein hat das ehemalige neuapostolische Gotteshaus in Gomadingen gekauft und umgestaltet

Aus der Kirche wird das »Seestüble«

Von Benjamin Dürr

GOMADINGEN. Die Kreuze sind schon weg. Von der pyramidenförmig zulaufenden Dachspitze wurde das Symbol bereits heruntergeholt, im großen Saal erinnern noch die Löcher in der Wand an den Platz von Kreuz und Sonne, dem Zeichen der neuapostolischen Gemeinde. In Gomadingen hatte sie am Lauter-Ufer ihre Kirche gebaut. Weil seit zwei Jahren keine Gottesdienste mehr gefeiert werden, wurde das Gebäude verkauft. Gemeinde und Schwäbischer Albverein haben gemeinsam den Sakralbau übernommen.

Bürgermeister Klemens Betz und der Albvereins-Vorsitzende Siegfried Leuze haben beim Ankauf der ehemaligen neuapostolischen Kirche in Gomadingen gemeinsame Sache gemacht.
Bürgermeister Klemens Betz und der Albvereins-Vorsitzende Siegfried Leuze haben beim Ankauf der ehemaligen neuapostolischen Kirche in Gomadingen gemeinsame Sache gemacht. FOTO: Benjamin Dürr
Ehrenamtliche bauen die ehemalige Kirche zurzeit zum Vereinsheim »Seestüble« um. Am Sonntag, 21. März, soll es eröffnet werden.

Bis zu diesem Tag wird aus dem Amtszimmer eine Küche geworden sein, aus dem Kirchenraum ein Veranstaltungssaal. »Vieles lassen wir allerdings«, sagt Siegfried Leuze, der Vorsitzende der Gomadinger Albvereins-Ortsgruppe. So bleiben die bunten Glasfenster erhalten, ebenso der riesige Kronleuchter mit seinen 42 Glühbirnen.

Zweihundert Stunden ehrenamtlicher Arbeit sind bereits investiert worden, vom Kücheneinbau bis zum Verlegen der elektrischen Leitungen.

»Genug Platz für Bastelabende, Volkstanz-Proben und Veranstaltungen«
 

1986 war der acht Meter lange, breite und hohe Würfel mit Pyramiden-Dach, mit Toiletten, Windfang und Amtszimmer zwischen Lauter und Bahnschienen in Gomadingen erbaut worden. Seit sich die neuapostolische Gemeinde als Erbauerin, Eigentümerin und Nutzerin 2007 zurückgezogen hat, stand das Gebäude leer und wurde schließlich der Gemeindeverwaltung zum Kauf angeboten.

»Die Kommune hätte keine Verwendung dafür gehabt«, sagt Gomadingens Bürgermeister Klemens Betz. Weil der Albverein aber schon seit Jahren auf der Suche nach einer Alternative zum bisherigen Vereinsheim in der Kirchstraße sei, »haben wir unser Interesse bekundet«, ergänzt Leuze.

Gemeinde und Verein haben sich zusammengetan, den Boden hat die Kommune gekauft, das Gebäude darauf die Albvereins-Ortsgruppe. Im Oktober des vergangenen Jahres wurde der Kaufvertrag unterzeichnet, mit einem Preis, »der für alle drei Seiten angemessen und tragbar ist.« Das sagt der Bürgermeister, allerdings ohne konkrete Zahlen nennen zu wollen. Alle drei Seiten haben darüber Stillschweigen vereinbart.

Einen Glücksfall, »gesucht und gefunden«, nennen Leuze und Betz das Haus. Denn jetzt habe die Ortsgruppe ihr eigenes Domizil, »mit genug Platz für Bastelabende der Jugendgruppe, Volkstanz-Proben und Veranstaltungen.« Auch für private Feiern könne der Raum mit seinen siebzig Plätzen gemietet werden. Gedacht sei auch an Vorträge und Fortbildungen, an gemütliches Beisammensein und Geselligkeit im Verein oder öffentliche Kaffee- und Kuchen-Nachmittage. Denn der nahe Weiher habe sich, sagt Betz, zu einem der am meisten frequentierten Plätze in der Gemeinde entwickelt. Die Lage der ehemaligen Kirche - nahe am Ortszentrum und trotzdem schon im Grünen - sei ideal für Albvereins-Zwecke.

Denn »natürlich«, erklärt der Vorsitzende Siegfried Leuze, werde die Albvereins-Ortsgruppe auch weiterhin wandern. »Wir setzen uns nicht zur Ruhe.« Im Gegenteil: Das neue Vereinsheim bringe neue Impulse für die Jugendarbeit und sei vor allem eine Belebung des Vereins. (GEA)

Tag der offenen Tür


Mit einem Tag der offenen Tür will die Ortsgruppe Gomadingen des Schwäbischen Albvereins die Eröffnung des neuen Vereinsheims »Seestüble« am Sonntag, 21. März feiern.

Beginn ist um 10 Uhr mit Weißwurst und Brezeln, ab 12 Uhr gibt es zum Mittagessen Fleisch vom heißen Stein, ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen.

Bürgermeister Klemens Betz, ein Vertreter des Albvereins und der Posaunenchor werden die Eröffnungsfeier gestalten.

Den ganzen Tag über wird es Führungen durch das renovierte ehemalige Kirchengebäude geben. (bedu)

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Aus der Kirche wird das »Seestüble« - Reutlinger General-Anzeiger - Region Reutlingen - Über die Alb

Über die Alb
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Aus der Kirche wird das »Seestüble«

Von Benjamin Dürr

GOMADINGEN. Die Kreuze sind schon weg. Von der pyramidenförmig zulaufenden Dachspitze wurde das Symbol bereits heruntergeholt, im großen Saal erinnern noch die Löcher in der Wand an den Platz von Kreuz und Sonne, dem Zeichen der neuapostolischen Gemeinde. In Gomadingen hatte sie am Lauter-Ufer ihre Kirche gebaut. Weil seit zwei Jahren keine Gottesdienste mehr gefeiert werden, wurde das Gebäude verkauft. Gemeinde und Schwäbischer Albverein haben gemeinsam den Sakralbau übernommen.

Bürgermeister Klemens Betz und der Albvereins-Vorsitzende Siegfried Leuze haben beim Ankauf der ehemaligen neuapostolischen Kirche in Gomadingen gemeinsame Sache gemacht.
Bürgermeister Klemens Betz und der Albvereins-Vorsitzende Siegfried Leuze haben beim Ankauf der ehemaligen neuapostolischen Kirche in Gomadingen gemeinsame Sache gemacht. FOTO: Benjamin Dürr
Ehrenamtliche bauen die ehemalige Kirche zurzeit zum Vereinsheim »Seestüble« um. Am Sonntag, 21. März, soll es eröffnet werden.

Bis zu diesem Tag wird aus dem Amtszimmer eine Küche geworden sein, aus dem Kirchenraum ein Veranstaltungssaal. »Vieles lassen wir allerdings«, sagt Siegfried Leuze, der Vorsitzende der Gomadinger Albvereins-Ortsgruppe. So bleiben die bunten Glasfenster erhalten, ebenso der riesige Kronleuchter mit seinen 42 Glühbirnen.

Zweihundert Stunden ehrenamtlicher Arbeit sind bereits investiert worden, vom Kücheneinbau bis zum Verlegen der elektrischen Leitungen.

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1986 war der acht Meter lange, breite und hohe Würfel mit Pyramiden-Dach, mit Toiletten, Windfang und Amtszimmer zwischen Lauter und Bahnschienen in Gomadingen erbaut worden. Seit sich die neuapostolische Gemeinde als Erbauerin, Eigentümerin und Nutzerin 2007 zurückgezogen hat, stand das Gebäude leer und wurde schließlich der Gemeindeverwaltung zum Kauf angeboten.

»Die Kommune hätte keine Verwendung dafür gehabt«, sagt Gomadingens Bürgermeister Klemens Betz. Weil der Albverein aber schon seit Jahren auf der Suche nach einer Alternative zum bisherigen Vereinsheim in der Kirchstraße sei, »haben wir unser Interesse bekundet«, ergänzt Leuze.

Gemeinde und Verein haben sich zusammengetan, den Boden hat die Kommune gekauft, das Gebäude darauf die Albvereins-Ortsgruppe. Im Oktober des vergangenen Jahres wurde der Kaufvertrag unterzeichnet, mit einem Preis, »der für alle drei Seiten angemessen und tragbar ist.« Das sagt der Bürgermeister, allerdings ohne konkrete Zahlen nennen zu wollen. Alle drei Seiten haben darüber Stillschweigen vereinbart.

Einen Glücksfall, »gesucht und gefunden«, nennen Leuze und Betz das Haus. Denn jetzt habe die Ortsgruppe ihr eigenes Domizil, »mit genug Platz für Bastelabende der Jugendgruppe, Volkstanz-Proben und Veranstaltungen.« Auch für private Feiern könne der Raum mit seinen siebzig Plätzen gemietet werden. Gedacht sei auch an Vorträge und Fortbildungen, an gemütliches Beisammensein und Geselligkeit im Verein oder öffentliche Kaffee- und Kuchen-Nachmittage. Denn der nahe Weiher habe sich, sagt Betz, zu einem der am meisten frequentierten Plätze in der Gemeinde entwickelt. Die Lage der ehemaligen Kirche - nahe am Ortszentrum und trotzdem schon im Grünen - sei ideal für Albvereins-Zwecke.

Denn »natürlich«, erklärt der Vorsitzende Siegfried Leuze, werde die Albvereins-Ortsgruppe auch weiterhin wandern. »Wir setzen uns nicht zur Ruhe.« Im Gegenteil: Das neue Vereinsheim bringe neue Impulse für die Jugendarbeit und sei vor allem eine Belebung des Vereins. (GEA)

Tag der offenen Tür


Mit einem Tag der offenen Tür will die Ortsgruppe Gomadingen des Schwäbischen Albvereins die Eröffnung des neuen Vereinsheims »Seestüble« am Sonntag, 21. März feiern.

Beginn ist um 10 Uhr mit Weißwurst und Brezeln, ab 12 Uhr gibt es zum Mittagessen Fleisch vom heißen Stein, ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen.

Bürgermeister Klemens Betz, ein Vertreter des Albvereins und der Posaunenchor werden die Eröffnungsfeier gestalten.

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