Bürgermeisterwahl - Mario Storz ist täglich in der Gemeinde unterwegs. Jede Gelegenheit zum Gespräch nutzen

Auf Du und Du mit den Engstingern

ENGSTINGEN. »Sind Sie der Enkel von ...?«, ruft der ältere Herr Mario Storz noch nach. Und fällt dann spontan ins vertrauliche Du: »Deine Oma kennt man hier gut.« Als Enkel von Karola Storz, die mit ihrer Trochtelfinger Metzgerei gute Wirtschaftsbeziehungen in die Nachbargemeinde pflegte, findet der junge Wahlkämpfer zu vielen Engstingern schnell einen persönlichen Draht.

Beim Großengstinger Krämermarkt sucht Mario Storz (rechts) das Gespräch mit Hans und Lidwina Brendle und Annemarie Bayer (von links). GEA-FOTO: DEWALD
Beim Großengstinger Krämermarkt sucht Mario Storz (rechts) das Gespräch mit Hans und Lidwina Brendle und Annemarie Bayer (von links). GEA-FOTO: DEWALD

Themen auf dem Markt

Mario Storz, 30-jähriger Diplom-Verwaltungswirt, nutzte den Krämermarkt in Großengstingen, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. So wie er in den drei Wochen vor der Wahl jede Gelegenheit nutzt, Engstinger Menschen und Themen kennenzulernen. Gestern erfuhr er zum Beispiel, dass nicht nur die Anwohner an den Bundesstraßen, sondern auch Bewohner der Siedlung Berg über Verkehrslärm klagen, zumindest wenn sie an der einzigen Erschließungsstraße wohnen. Und er hörte, dass nach dem Rückzug von Schlecker ein Drogeriemarkt am Ort sehr fehlt.

Nachmittags ging der Bewerber, der vor Manfred Jungbeck und dem Kandidaten der »Nein!«-Partei an erster Stelle auf dem Stimmzettel steht, in Großengstingen von Haus zu Haus – an der Erreichung seines Ziels, bis zum Ende des Wahlkampfs möglichst an jeder Tür in der Gemeinde geklingelt und sich persönlich vorgestellt zu haben, arbeitet Mario Storz jeden Tag. Etliche kennen ihn schon, bitten ihn hinters Haus oder gleich herein. Storz verteilt Karten, auf denen die Engstinger eintragen können, was sie von einem »guten, bürgernahen Bürgermeister« erwarten oder was sie sich für ihre Heimat wünschen. So sammelt der junge Verwaltungsmann, der derzeit hauptamtlicher Ortsvorsteher des Ravensburger Stadtteils Schmalegg ist, die Themen für sein Wahlprogramm. Das wird er demnächst verteilen – wieder mit der Hilfe von Freunden und Bekannten. Storz ist froh um die Unterstützung aus der Heimatstadt Trochtelfingen, wo auch die Eltern dem wahlkämpfenden Sohn den Rücken freihalten.

»Es gibt einige Baustellen hier«, ist Mario Storz längst klar geworden. So betont er beispielsweise, dass nicht nur Themen wie Schulentwicklung oder Mehrzweckhalle eine Rolle spielten, sondern auch bei den kommunalen Kernaufgaben Handlungsbedarf bestehe. »Was wollen wir uns leisten? Und was geht dann nicht mehr?« Solch ehrliches Abwägen sei in einer Gemeinde mit wenig finanziellem Spielraum angesagt.

Seine ersten Ortsrundgänge Mitte März hat Mario Storz noch bei eisigem Ostwind oder im Schneesturm unternommen. Bei milden Frühlingstemperaturen geht es ihm jetzt darum, Themen zu vertiefen. Rund 45 Leute diskutierten mit dem Kandidaten am Montagabend im Kleinengstinger »Lichtenstein« über das Ehrenamt. Die Bereiche Familie und Bildung waren gestern Abend in Großengstingen an der Reihe. (dew)



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