Kunst

Aktionskünstler stellt in Münsingen Brautkleider aus

MÜNSINGEN. »Was heißt das eigentlich, Glück in der Liebe?« Die Valentinstags-Frage des in Ulm lebenden Bildhauers, Malers und Performance-Künstlers Reiner Schlecker beantwortet ein namentlich ungenannt bleibender Schwabe mit: »Ein Kartoffelfeld als Mitgift.« Es gibt auch romantischere Varianten – eingesandt beispielsweise aus Hayingen: »Love, Love, Love, Love, Love, Lover. Over.« Womit auch gleich was darüber gesagt wäre, wie lange wahre Liebe dauert.

Aktionskünstler Reiner Schlecker stellt in Münsingen gebrauchte Brautkleider aus. Und Postkarten mit sinnigen Sprüchen.
Aktionskünstler Reiner Schlecker stellt in Münsingen gebrauchte Brautkleider aus. Und Postkarten mit sinnigen Sprüchen. FOTO: Ulrike Oelkuch
Ernsthaft auseinander setzt sich Reiner Schlecker mit dem Thema, indem er nicht nur Postkartenantworten, sondern gemäß der Vorgaben der nächsten Interim auf der Alb (in Hülben und Grabenstetten) auch Brautkleider dazu sammelt.

Beides: Antwortenkarten, darunter eine noch von Literaturkritiker Reich- Ranicki, und eine ganz aktuelle und nicht weniger brüske von Martin Walser, sind noch bis 28. Februar, in der Interims-Geschäftsstelle am Münsinger Marktplatz zu sehen. Danach geht es ab mit den Leihgaben auch Münsinger gewesener Bräute ins Museum Villa Rot nach Burgrieden, das mit Interim kooperiert und insgesamt sechs Künstler eingeladen hat, für beide Ausstellungsorte kreativ zu werden.

Reiner Schlecker also beschäftigt sich mit Glücksmomenten und kommt über die Aussteuer, die früher jedes heiratsfähige Mädchen besessen hat, zu Brautkleidern als Metapher für Glück in der Liebe. Aus exakt 16 Brautkleidern plus Leihgaben besteht seine Sammlung bereits. Weiß müssen sie sein, weshalb das seiner eigenen Frau im Schrank bleibt. (oel)

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