Leute - Wulfhart Beckereit ist als Verwalter des Gestütshofs St. Johann der Hausherr des kulinarischen Kartoffelfests
»Habe eine motivierte Mannschaft«
Von Julie-Sabine Geiger
ST. JOHANN. Die Getreideernte ist unter Dach und Fach. Wann immer es ging, sind Wulfhart Beckereit und seine Mannschaft im Einsatz gewesen, 300 Hektar Weizen, Gerste, Raps und Hafer zu ernten. Und das Stroh gleich mit zu bergen. »Gutes Stroh wird in diesem Jahr gutes Geld bringen«, erklärt der Verwalter des St. Johanner Gestütshofs, dem das Management der gesamten 1 000 Hektar großen Landwirtschaft des Haupt- und Landgestüts Marbach obliegt. Unter diesen Erntebedingungen tags und nachts zu arbeiten sei selbstverständlich, sogar beim Staat. »Ich habe eine motivierte Mannschaft«, lobt er die Leute, die ranklotzen, wenn es sein muss. Nächste Woche wieder für das St. Johanner Kartoffelfest, das am Mittwoch, 8. September, ab 10 Uhr im einmalig schönen Gestütshof steigt, wo dann von der Erntekampagne unter widrigen Wetterkapriolen nichts mehr zu sehen sein wird.<br />
Pferdekenner mit Faible für Trakehnerblut, Ausbilder, Landwirt und Gastgeber des Kartoffelfests. Wulfhart Beckereit mit dem Hengst Ricordo di Leny. GEA-FOTO: GEIGER
Noch liegen Berge von schönem Weizen dort, wo sich in der nächsten Woche alles um Kartoffeln drehen wird, stehen Erntemaschinen und Ladewagen voller Getreide, die hier zwischengelagert sind. Fünf Tage wird das Team Beckereit fürs Kartoffelfest im Einsatz sein. Zwei Tage für die Vorbereitung, an denen die Schuppen ausgeräumt und hergerichtet werden, damit die Schmeck-den-Süden-Gastronomen dort Kartoffelgerichte auftischen können, Schilder müssen aufgestellt und das große Stoppelfeld als Parkplatz präpariert werden. Die großen Traktoren werden auch in diesem Jahr bereitstehen, um beladene im Acker steckende Fahrzeuge flott zu machen. Wulfhart Beckereit erinnert sich an ein kaltes Kartoffelfest vor zwei oder drei Jahren. »Da standen wir vor modernsten Autos, um die rauszuziehen und keiner wusste, wo der Abschlepphaken ist.« 60 Autos hätten aus dem Matsch gezogen werden müssen. Nach zwei weiteren Aufräumtagen muss es wieder rund gehen im Gestütsbetrieb, der wie der Fohlenhof und das Haupt- und Landgestüt Marbach ein begehrtes Ausflugsziel ist.
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