Spatenstich - Postbaugenossenschaft und Uniklinik bauen rund 5 000 Quadratmeter günstigen Wohnraum für Pflegekräfte und medizinisches Personal

Wohnen ganz nah am Arbeitsplatz Uniklinik

TÜBINGEN. Wohnen nah am Arbeitsplatz und das zu bezahlbaren Preisen. In der Studentenstadt Tübingen gleicht dieses Ansinnen allzu oft einem frommen Wunsch. Ein Wunsch, der für Mitarbeiter des Universitätsklinikums Tübingen (UKT) gleichwohl bald in Erfüllungen gehen wird.

Fünf Mehrfamilienhäuser und 60 Mietwohnungen entstehen gegenüber der  Uniklinik. Am Dienstag war Spatenstich. FOTO: SIWAG
Fünf Mehrfamilienhäuser und 60 Mietwohnungen entstehen gegenüber der Uniklinik. Am Dienstag war Spatenstich. FOTO: SIWAG
In direkter Nähe zu den Kliniken, zwischen dem Breiten Weg und der Gmelinstraße, wird die Postbaugenossenschaft Baden-Württemberg, in Kooperation mit dem UKT, in den kommenden zwei Jahren fünf Mehrfamilienhäuser und 60 Mietwohnungen errichten. Die modern ausgestatteten Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von rund 5 000 Quadratmetern sollen vorwiegend an Pflegekräfte und an medizinische Mitarbeiter des Klinikums vermietet werden – zehn Prozent unter den in der Stadt sonst üblichen Mietpreisen.

»Das ist ein guter Tag für das UKT«, freute sich Klinikumschef Michael Bamberg beim Baubeginn am Dienstag. Mit Klaus Aichele, geschäftsführender Vorstand der Postbaugenossenschaft, unterstrich er, dass das rund 15 Millionen Euro schwere Projekt dazu beitrage, in Tübingen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Für das Klinikum ein »extrem wichtiger« Faktor um Personal zu gewinnen und damit den Versorgungsauftrag erfüllen zu können, betonte er.

Kampf um Pflegepersonal

Der Kampf um Pflegepersonal habe sich in den vergangenen Jahren auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene »massiv verschärft«, so Bamberg. Alleine am Tübinger Klinikum muss unter »größten Anstrengungen« jährlich eine Besetzungslücke von rund 80 Stellen durch Fachkräfte aus dem Ausland (Philippinen, Italien und Serbien) aufgefüllt werden. Durch den nun entstehenden, barrierefreien Wohnraum auf einem Grundstück, welches das Land nach einigen Verhandlungsrunden zur Verfügung stellte, verspricht sich Bamberg einen Vorteil im Ringen um qualifiziertes Personal. Die entstehenden Gebäude sind dabei nur der erste Schritt. In den kommen Jahren sollen, nur einen Steinwurf entfernt, weitere folgen. Für 2020 ist der Bau von acht Wohnheimen ebenso anvisiert, wie der Abriss der jetzigen. Am Ende sollen rund 17 000 Quadratmeter Wohnfläche entstanden sein, die bis zu 700 Menschen beherbergen.

Cord Soehlke, Tübingens Baubürgermeister, sieht gar ein kleines Quartier entstehen. Er sicherte die weitere Unterstützung der Stadt zu. Insbesondere auch, weil das Vorhaben helfe, der »Eskalation« der städtischen Mieten entgegenzuwirken und die soziale Balance zu halten. Seinen Glückwunsch an die Bauherren verband er indes mit einer Aufforderung: »Bitte sorgen Sie dafür, dass das Quartier ein Teil dieser Stadt wird.« (siwag)





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