Ausstellung - Mössinger Hospizverein präsentiert Repliken namhafter Künstler zum Thema »Transzendenz«
Tod und Auferstehung
MÖSSINGEN. »Bilder von Sterben, Tod und Auferstehung« schmücken seit Donnerstagabend das Foyer des Mössinger Rathauses. Es sind gute Repliken von Werken namhafter Künstler, die der Trägerverein Hospiz Bietigheim-Bissingen als Wanderausstellung zur Verfügung stellt. Der Mössinger Hospizverein griff das Angebot dankbar auf.
Ellenore Steinhilber, Koordinatorin des Hospizdienstes der Diakonie Sozialstation, weiß, wie schwer vielen der Umgang mit dem Thema Sterben fällt. Die Ausstellung sei eine wunderbare Gelegenheit, das Thema ohne Hemmschwelle zu vermitteln, freute sich auch Kulturreferentin Christina Löffler. Und Oberbürgermeister Werner Fifka nutzte die Begrüßung, um den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern öffentlich zu danken, die im Hospizdienst »eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit arbeiten«.
Künstler wie Salvador Dali, Marc Chagall, Käthe Kollwitz oder HAP Grieshaber haben sich malerisch mit diesen besonderen und intimsten Momenten des Lebens unter verschiedenen Blickwinkeln und ihren persönlichen inneren Empfindungen auseinandergesetzt. Lässt sich der Betrachter darauf ein, bieten ihm die Bilder unzählige Möglichkeiten, den eigenen Gefühlen nachzuspüren. Denn, so der katholische Pfarrer Hubert Rother, der kurzfristig dem verhinderten Thomas Broch, Pressesprecher der Diözese Rottenburg, seine »Stimme lieh« und dessen Einführung zur Ausstellung vortrug: »Bilder sind ein Weg, sich mit dem Menschsein auseinanderzusetzen, ohne Bilder könnten wir Unsichtbares nicht einmal ahnen.«
Und unsichtbar wird es wohl bleiben, das Unvorstellbare, das nach dem bewussten Leben kommt. »Transzendenz«, so auch der Haupttitel der Ausstellung: Übergang und Überschreiten sei jeder Augenblick des Lebens. So sei der Tod konsequenter Bestandteil und ein Aspekt des Lebens. Dieses Bewusstsein erlaube die Ahnung einer immerwährenden und alles umfassenden Gegenwart, die Erfahrung des Sterbens als einen Übergang dorthin - als Auferstehung die Trost- und Hoffnungsvision der großen Religionen.
Musikalisch charakterisierte Christina Rettich mit ihrem vierköpfigen Flötenensemble der Musikschule Steinlach das Thema Tod und Auferstehung. Die Ausstellung kann bis zum 28. März zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses, aber auch Samstag und Sonntag von 11 bis 16 Uhr besucht werden. (ham)