TÜBINGEN/REUTLINGEN. »Der Verein Arbeiterbildung in Reutlingen steht vor dem Aus«, hatten Unterstützer schon im Vorfeld gemeldet. Bei der Mai-Kundgebung auf dem Tübinger Marktplatz wurde dann kräftig für Solidarität geworben. Rednerin Gabriele Wülfers warb nicht nur für einen bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn von zehn Euro und eine Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze auf 500 Euro, sondern auch für die Beratung in der Nachbarstadt.
Die Stadt Reutlingen, so die Sprecherin des Tübinger Arbeitslosen-Treffs (TAT), müsse eine tragfähige Finanzierung ermöglichen. Wer Kontakte habe, solle sie nutzen, um die Verantwortlichen von der Notwendigkeit zu überzeugen.
Peter Langos, der die Beratung in Reutlingen aufgebaut hat und zuletzt ehrenamtlich leistete, ist jetzt im Ruhestand. »Rund 1 500 Menschen, nicht Fälle, fanden dort pro Jahr Hilfe«, betonte Kundgebungs-Teilnehmer Michael Schwarz. »Das gab es so nur in wenigen Städten.« Die Stadt habe den Raum in der Oberamteistraße zur Verfügung gestellt, nicht aber die Büro- und Nebenkosten. (-jk)
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