Neugeborenes tot aufgefunden
TÜBINGEN. Eine 43-jährige Frau aus einer Kreisgemeinde steht in dringendem Verdacht, ihr Kind nach der Geburt getötet zu haben.
Die Leiche des Säuglings war am Dienstag auf dem Anwesen der Frau in einer Garage aufgefunden worden. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion hat das kleine Mädchen zum Zeitpunkt seiner Geburt noch gelebt.
Die Polizei hatte Hinweise erlangt, dass die 43-jährige Ende 2009 schwanger war und dies aber in der Folge immer bestritt. Mehrere amtliche Untersuchungstermine hatte sie verstreichen lassen oder bewusst immer wieder erfolgreich hinausgezögert.
Nachdem bekannt wurde, dass die Frau nicht mehr schwanger war, gleichzeitig aber auch kein neugeborenes Kind hatte, wurden Ermittlungen wegen Verdachts des illegalen Schwangerschaftsabbruchs aufgenommen.
In ihrer polizeilichen Vernehmung am Dienstag dieser Woche verstrickte sie sich in Widersprüche. Beamte der Kriminalpolizei fanden bei der Durchsuchung des Anwesens der 43-Jährigen noch am selben Tag die Leiche eines neugeborenen Kindes in der Garage.
Aufgrund der bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei muss davon ausgegangen werden, dass die 43-Jährige das Kind Ende 2009 lebend zur Welt gebracht und unmittelbar danach getötet hat. Weitere Ermittlungen zu den näheren Tatumständen sind noch im Gange.
Die 43-Jährige wurde heute Morgen vorläufig festgenommen und wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen im Laufe des heutigen Tages dem Haftrichter vorgeführt.
Der Obduktionsbericht und weitere Erkenntnisse sind im Lauf der nächsten Woche zu erwarten. (pd)