Tübingen
Betreuung - Kinder lernen bei einem Kurs aus dem Ferienprogramm in Nehren, wie das Boule-Spiel funktioniert. Schnell wird ihnen klar, dass die Leistung im Team zählt

Mit Taktik und Technik

Von Karin Geupel

NEHREN. Die Sommerferien neigen sich so langsam dem Ende zu, doch das Ferienprogramm ist noch in vollem Gang. In Nehren trafen sich am Dienstagnachmittag elf Kinder von sieben bis 13 um das Boule-Spielen zu lernen. Zusammen mit Pfarrer Siegfried Fischer und Boule-Spielerin Veronika Landenberger warfen die Mädchen und Jungen bei den Bahnen am evangelischen Gemeindehaus um die Wette.

Das Boule-Spiel, in Frankreich National-Sport Nummer eins, lernen Kinder bei einem Kurs im Ferienprogramm in Nehren. Mit möglichst vielen Kugeln nah ans "Schweinchen" ran - das gibt Punkte für den Einzelspieler oder fürs ganze Team. FOTO: GEUPEL
Das Boule-Spiel, in Frankreich National-Sport Nummer eins, lernen Kinder bei einem Kurs im Ferienprogramm in Nehren. Mit möglichst vielen Kugeln nah ans "Schweinchen" ran - das gibt Punkte für den Einzelspieler oder fürs ganze Team. FOTO: Karin Geupel
Bevor es aber so weit war, wurde ihnen von Siegfried Fischer zuerst einmal ein paar Grundregeln eingeschärft: »Nur die Gruppe, die weiter vom »Schweinchen-Ball« entfernt liegt, darf werfen und zwar so lange, bis sie besser liegt oder keine Kugeln mehr hat.« Das hatten die Kinder schnell verstanden. Schwieriger war es da schon mit der anderen Regel von Pfarrer Fischer: »Nachdem die Runde aus ist, rennen nicht alle gleich zu den Kugeln, sondern wir schauen uns erst mal an, welche Kugel wo liegt.«

Turnier wird gespielt


Sobald alle die Grundregeln verstanden hatten, wurde ein Turnier gespielt. Schnell kristallisierten sich die richtigen Profis heraus. Lilly, Fiona und Luisa hatten keine Mühe die gegnerische Mannschaft haushoch mit 7:2 Punkten zu besiegen. »Wenn man gewinnt, macht es immer viel Spaß«, findet die siebenjährige Lilly. Die zwölfjährige Fiona fügt hinzu: »Wir haben schon öfters zugeschaut, wie die Erwachsenen spielen, jetzt wollten wir es auch mal ausprobieren und es läuft ja super.«

Nachdem sich alle mit Schokokeksen und Apfelsaft gestärkt haben, ging es dann weiter zur Finalrunde. Trotz leichten Nieselregens ließen sich die Kinder die gute Laune nicht verderben. Hin und wieder gaben Siegfried Fischer und Veronika Landenberger dann aber doch noch Tipps. »Wenn ihr jetzt nicht die andere Kugel wegschießen wollt, könnt ihr eure auch so platzieren, dass die gegnerische Mannschaft nicht gewinnt«, rät sie Simon, einem der Kontrahenten von Lilly, Luisa und Fiona.

Aus dem Handgelenk werfen



»Beim Boulen kommt es sehr auf die Taktik und natürlich auf Konzentration und die richtige Technik an«, sagt Veronika Landenberger. »Am Besten wirft der Spieler die Kugel aus dem Handgelenk. Da bekommt der Ball dann einen Drall rückwärts und der Wurf wird präziser.«
Auf den Bahnen neben dem Gemeindehaus treffen sich Landenberger und Fischer mehrmals die Woche, mit bis zu zehn Mitspielern, um Boule zu spielen. »Es ist ein schöner Mannschaftssport, den man, auch wenn man nicht mehr so fit ist, machen kann«, findet Siegfried Fischer. Und auch die Kinder merken schnell, dass es tatsächlich auf das Team ankommt. Da wird gemeinsam über die Unebenheit der Bahn diskutiert und um die richtige Taktik gefeilscht. Wer am Schluss tatsächlich gewinnt, ist dann doch nur noch zweitrangig. (GEA)

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