Tübingen
Tibet - In der Kreissparkasse Kirchentellinsfurt stellt der Mössinger Zahnarzt Michael Butzki Fotos von seinen Reisen ans Dach der Welt aus. Im Mai zieht er wieder los

Klare Luft und lachende Mönche

KIRCHENTELLINSFURT. Er war schon zwei Mal in Tibet, und im Mai wird er sich für die dritte Reise ins Auto setzen und den ganzen langen Weg von Dußlingen zum Himalaya fahren. Der in Dußlingen wohnende Mössinger Zahnarzt Michael Butzki fühlt sich stark angezogen von der buddhistischen Kultur. »Ich fahre da hin, um mich zu erden«, sagt er. »Die Menschen strahlen so viel Ruhe und Demut gegenüber dem Leben aus«, schwärmt er.

Seltener Moment. Die Exil-Tibeterinnen Mingjur Päldön (von links), Ngawang Lhanzom, Wangmo Hetsch und Tsering Yangchen singen zur Eröffnung der Ausstellung in Kirchentellinsfurt die in ihrer Heimat verbotene tibetische Nationalhymne. Vorher hatten sie mit Tanzeinlagen und Liedern die Besucher zum Mitmachen animiert. GEA-FOTO: SEL
Seltener Moment. Die Exil-Tibeterinnen Mingjur Päldön (von links), Ngawang Lhanzom, Wangmo Hetsch und Tsering Yangchen singen zur Eröffnung der Ausstellung in Kirchentellinsfurt die in ihrer Heimat verbotene tibetische Nationalhymne. Vorher hatten sie mit Tanzeinlagen und Liedern die Besucher zum Mitmachen animiert. FOTO: Brigitte Gisel
Butzki reist nicht nur gerne, er fotografiert auch gerne. Und gut. In der Filiale der Kreissparkasse in Kirchentellinsfurt in der Dorfstraße zeigt er deshalb zurzeit eine Auswahl seiner Tibet-Fotos. Landschaften, in denen die Schneeberge zum Greifen nah sind, hat er ebenso eingefangen wie lachende Mönche und die unendliche Weite in kristallklarer Höhenluft. Aber auch kindliche Lebensfreude, die das Foto einiger Billardspieler unter freiem Himmel vermittelt.

Als »sehr persönliche Bilder«, die den Zuschauer tief berühren, würdigte Jürgen Detel von der Tibet-Inititiative Neckar-Alb am Freitag bei der Vernissage Butzkis Bilder. Ihm gefällt auch, dass Butzki die Zeichen chinesischer Dominanz nicht ausblendet. Ein Plakat mit lächelnden Tibetern zeige, wie China die tibetische Kultur verstanden wissen will als folkloristischen Hintergrund für Touristen. Klaus Kamenowski vom Förderkreis Patenschulen hält Reisen in die Region dennoch für sinnvoll, weil sie den Tibetern Wertschätzung vermittelten.

Unter den Gästen war auch Karma Choezom, die Schulleiterin der Kailash Bodhi School in Kathmandu, die mit ihrem Mann Tschampel Lama gerade beim Förderverein Patenschulen zu Gast ist. Ein weiteres Schulprojekt in der Grenzregion zu Tibet gibt auch Kindern tibetischer Abstammung die Möglichkeit, eine Ausbildung zu absolvieren.

Die Ausstellung ist bis zum 9. April werktags von 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr, montags und donnerstags sogar bis 18 Uhr zu sehen. (sel)


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