TÜBINGEN.(dpa/lsw) - Mit einem landesweiten Arbeitskampf wollen die Hebammen im Südwesten ihrer Forderung nach mehr Geld Nachdruck verleihen. Von 2. bis zum 23. Dezember würden in wechselnden Städten die Hebammen ihre Arbeit niederlegen, sagte die Vorsitzende des Hebammenverbands Baden-Württemberg, Ulrike Geppert-Orthofer, am Donnerstag in Tübingen.
FOTO: dpa
»Wenn wir von unserer Arbeit nicht leben können, werden wir sie auch nicht erbringen.« In den vergangenen Monaten hatten die Hebammen immer wieder für eine bessere Bezahlung demonstriert.
Beginnen soll der Streik am 2. Dezember in Ravensburg. Mehr als die Hälfte der knapp 70 Hebammen dort habe angekündigt, sich zu beteiligen. Die Geburtshilfe sei allerdings gesichert, sagte Geppert- Orthofer. Lediglich Angebote für Frauen vor und nach der Geburt seien von der Aktion betroffen.
Nach Angaben des Verbands verdienen Hebammen durchschnittlich 7,54 Euro brutto pro Stunde. »Das Einkommen muss sich endlich der hohen Verantwortung anpassen, die Hebammen zu tragen haben. Und es muss sich an den Kompetenzen messen lassen, die von Hebammen erwartet werden«, sagte Geppert-Orthofer. Viele Hebammen hätten ihren Beruf aus finanziellen Gründen aufgeben müssen oder arbeiteten nebenher in einem anderen Job, um genug zum Leben zu verdienen.
Wir denken schon heute an unsere Leser von morgen. Deshalb bringen wir Lokal-Nachrichten mit Deutschlands größter WG-Börse www.wg-gesucht.de zu jungen Leuten und Studenten.