Auszeichnung - Tübinger Gemeinderat würdigt den früheren Leiter der Kunsthalle
Götz Adriani wird Tübinger Ehrenbürger
Der internationale anerkannte Kunst-Experte brachte große Namen und lange Schlangen nach Tübingen
TÜBINGEN. Der langjährige Kunsthallen-Leiter Dr. Götz Adriani wird Tübinger Ehrenbürger. Das hat jetzt der Gemeinderat beschlossen. Damit würdigt die Stadt seine Verdienste im Bereich der Bildenden Kunst und der Kunstvermittlung.
Götz Adriani bei der kürzlich zu Ende gegangenen Ausstellung "Cézanne, Renoir, Picasso & Co" in der Tübinger Kunsthalle vor dem Bild "Haus mit rotem Dach" von Paul Cézanne.
FOTO: dpa
»Mit Götz Adriani ist eine Ära verbunden, deren Strahlkraft weit über Tübingen hinaus reicht und der Stadt zu Weltruhm verholfen hat«, sagte OB Boris Palmer. "Wer in New York oder Tokio in kunstinteressierten Kreisen von Tübingen spricht, meint Adriani und umgekehrt."
Mit Ausstellungen von Cézanne, Toulouse-Lautrec, Degas, Picasso und auch vielen großen Künstlern der Gegenwart machte er die Tübinger Kunsthalle weit über die Region hinaus bekannt - und sorgte für lange Schlangen vor dem Eingang. Als er Ende 2005 in den Ruhestand ging, blieb er der Kunsthalle als Aufsichtsrat der Stiftung verbunden.
Neben seiner Tätigkeit in Tübingen hat Adriani auch für andere Institutionen gearbeitet: So übernahm er im Frühjahr 1999 die Leitung des zum Karlsruher Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) gehörenden Museums für Neue Kunst (MNK). Seit 1985 ist Adriani Honorarprofessor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. (GEA)
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