Ferienprogramm - Gomaringer Kinder haben mit Straßenkreide Abbilder der Fasnetsfigur geschaffen
Ein ganzer Schlosshof voller Käsperle
GOMARINGEN. So viele Käsperle hat's selten auf einem Haufen. Schon gar nicht im Sommer. Aber am Montagnachmittag gönnte sich die Gomaringer Fasnetsfigur eine kurze Auszeit vom Sommerschlaf: Die Narrenzunft Gomaringer Käsperle hatte eine Malaktion organisiert. Auf einem Teil des äußeren Schlosshofs haben 18 Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren mit Straßenkreide Käsperle-Figuren verewigt. Allerdings nur bis zum nächsten Regen, denn die Kreide ist abwaschbar.
Heidi Klett (hinten Mitte) mit Käsperle: Seine Fans liegen ihm zu Füßen und malen ein Käsperle nach dem anderen auf den Schlosshof.
FOTO: Brigitte Gisel
»Natürlich bin ich Käsperle«, sagt Jaqueline. Die Zehnjährige malt gerade eine der Schablonen aus, die Heide Klett zuvor mit weißer Kreide auf den Asphalt gestrichelt hat. »Ich bin sogar an einem Fasnetssonntag geboren«, erzählt das Mädchen. »Ja, ja, und ich wollte damals doch am Montag noch auf den Umzug«, wirft Mutter Melanie Haubensak ein. Die echte Käsperle-Figur, die am alten Backhaus lehnt, hört so viel Fastnetbegeisterung vermutlich mit Vergnügen.
Auch Heidi Klett hat ihren Spaß an der Aktion. Sie ist offizielle Jungnarrenbetreuerin der Gomaringer Fasnetszunft. Bei ihr Zuhause sind auch die beiden Käsperle-Schablonen entstanden - weiße Linoleumplatten, die sich plan auf den Boden legen lassen.
Version in Gelb
Nicht alle Straßenkunst-Käsperle hätten den strengen Narren-Tüv bestanden. Statt dunklem Wams hatte der eine oder andere schon mal ein sonniges Gelb aus dem Kreidekasten gezogen.
Die Mal-Aktion ist schon das dritte Sommerferienprogramm der Gomaringer Käsperle. Nach dem Malen gab's noch ein Quiz (wie viele Stufen hat die Geistertreppe?) rund ums Schloss. Und dann wurde wie immer gegrillt. (sel)