Feuerwehr - Gegen 17 Uhr gab es in der Hinterweilerstraße in Gomaringen gestern einen lauten Knall

Blitz schlägt in Gomaringer Mammutbaum ein

GOMARINGEN. Strahlender Sonnenschein nur kurze Zeit nach dem großen Knall. Das Gewitter, das gestern gegen 17 Uhr übers Steinlach- und Wiesaztal zog, entlud sich mit einem kräftigen Blitzschlag in einem Mammutbaum in der Hinterweilerstraße in Gomaringen.

Mithilfe einer Drehleiter gelangten Feuerwehrleute an die Spitze des Baums, um dort lose und somit gefährliche  Teile herauszuholen.
Mithilfe einer Drehleiter gelangten Feuerwehrleute an die Spitze des Baums, um dort lose und somit gefährliche Teile herauszuholen. FOTO: Claudia Hailfinger
Die Anwohner berichteten von einem enorm lauten Knall. Zudem sei es plötzlich wahnsinnig hell geworden, »wie Neonlicht«, erzählte eine direkte Nachbarin. Der Schreck saß ihr und ihrem Sohn noch sichtbar in den Knochen. Für kurze Zeit war in Teilen Gomaringens der Strom ausgefallen. Qualm war laut den Anwohnern zu sehen und ein Brandgeruch lag in der Luft. Wohl, weil der Baum durch den Regen völlig durchnässt war, ging er aber nicht in Flammen auf.

»Zerfetzt« habe es ihn, so formulierte es Kommandant Jochen Ankele. »Schade drum«, findet Wilhelm Bürker, auf dessen Gelände der Riese steht. Habe der Baum, der vor rund 56 Jahren gepflanzt wurde, und in letzter Zeit etwas schwächelte, doch endlich wieder einen schönen Wipfel entwickelt. Der ehemalige Besitzer der Gärtnerei Bürker, die vor 14 Jahren schließen musste, muss aber noch ein weiteres Übel hinnehmen: Herabfallende Äste haben das Glasdach der früheren Gärtnereihalle durchschlagen.

Drei bis vier Meter tief, so schätzt Bürker, hat der Blitz den mächtigen Baum »aufgeschlitzt«. Zu retten wird er wohl nicht mehr sein. »Da bliebe nur ein Krüppel übrig«, nimmt er an.

Die Feuerwehrleute aus Gomaringen und Mössingen machten sich umgehend daran, die losen Baumteile aus dem Geäst zu fischen und gefährliche Teile abzusägen. »Das wird ein größerer Auftrag«, vermutete Zugführer Sven Dürr. Einsatzleiter Ankele ging aber davon aus, dass eine Spezialfirma das weitere Zerlegen des Baums übernehmen muss. Die Hinterweilerstraße musste für die Sicherungsarbeiten gesperrt werden. (hai)

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