Wirtschaft - Gesundheitszentrum siedelt sich als erstes Unternehmen im neuen Kusterdinger Gewerbegebiet an. Ultra Sports will größter Arbeitgeber der Härten werden
Als Erste in der Braike
Von Ines Stöhr
KUSTERDINGEN. »Sie haben uns fast überholt«, scherzte Bürgermeister Jürgen Soltau. »Das Haus wird fertig sein, bevor das Gewerbegebiet fertig ist.« Als erstes Unternehmen siedelt sich ein Gesundheitszentrum für Präventivmedizin in dem neuen Gewerbegebiet Braike am Ortseingang von Kusterdingen an.
Beim symbolischen ersten Spatenstich im neuen Gewerbegebiet Braike (von links): Bürgermeister Jürgen Soltau, Wolfgang Knöpfle vom Projekt Holzbau, Bauherr Wolfgang Feil und Bauunternehmer Helmut Heine.
FOTO: Ines Stöhr
Auf 700 Quadratmetern und drei Stockwerken soll eine Einrichtung zur ganzheitlichen Gesundheitsversorgung entstehen. Auch die bisher im Gewerbegebiet Löhlen ansässige Firma Ultra Sports wird als Mieter dorthin umziehen. Gestern Morgen haben die Bauarbeiten begonnen.
Bauherr ist der Nährstoffexperte und Autor Wolfgang Feil. Er berät zahlreiche Spitzensportler, darunter die deutsche Nationalhandballmannschaft und die Fußballbundesligaspieler von Hoffenheim sowie mehrere Olympioniken. Seine 1994 aus unabhängigen Spezialisten gegründete Forschungsgruppe betreibt in dem neuen Gebäude, das in Anlehnung an die benachbarte Scheune in Holzbauweise errichtet werden soll, Studien über den Zusammenhang von Ernährung und körperlichem Wohlbefinden. Unter anderem soll es hier auch Schulungsräume geben.
Im dritten Stock wird sich ein Netzwerk von sechs Ärzten und Heilberuflern einrichten, das nach dem ganzheitlichen Ansatz, dass der Körper die beste Ernährung, ausreichend Bewegung und positive Gedanken zur Selbstheilung braucht, seine Sprechstunden abhält. »Arthrose, Rheuma, Allergien und Sporternährung werden die Schwerpunkte sein«, so Feil. »Aber wir können heute jede Krankheit durch eine gezielte Ernährungssteuerung positiv beeinflussen.«
Das Sporternährungsunternehmen Ultra Sports unter der Leitung von Andrea Reichenauer-Feil beschäftigt derzeit 25 Mitarbeiter. Bis Ende November will es mit bis zu 50 Beschäftigten eines der drei Stockwerke mit Büro- und Lagerräumen beziehen und neben der Gemeindeverwaltung größter Arbeitgeber auf den Härten werden.
Guter Start
»Das ist ein guter Start für unser Gewerbegebiet: eine expandierende Firma mit einem interessanten Geschäftsmodell«, stellte Soltau beim symbolischen ersten Spatenstich fest. »Etwas Besseres kann uns nicht passieren.«
Der Bürgermeister habe sie bewogen, in Kusterdingen zu bleiben, berichtete Feil. Man habe die Wachstumsmöglichkeiten in der Branche gesehen »und wir haben geglaubt, in Kusterdingen geht es zu lange«, bis eine größere Gewerbefläche zur Verfügung steht. Daher wollte man sich eigentlich nach einem anderen Standort umsehen. (GEA)