Umwelt - Land gibt Geld für Tübinger Einrichtungen
»Probleme selber anpacken«
TÜBINGEN. »Wir können nicht warten, bis Welt-Regierungs-Konferenzen das Problem lösen.« Boris Palmer will die Umwelt-Probleme lieber sofort anpacken. Und freut sich, dass die Uni sich ebenfalls aktiv um Umwelt-Management bemüht. Unterstützung erhält Tübingen bei diesem Kurs von der Landesregierung. Umwelt-Ministerin Tanja Gönner teilte dem OB am Dienstag am Rande des Uni-Symposiums mit, dass Umwelt-Management in Tübinger Einrichtungen vom Land mit 68 000 Euro gefördert wird.
17 Teilnehmer sind in dem Antrag genannt, der nun vom Land bewilligt wurde. Sieben evangelische und eine katholische Kirchengemeinde, die Stadtgärtner und die Tiefbauer, das Uhland-Gymnasium, zwei Kinderhäuser, das Umweltzentrum, das Deutsche Institut für Ärztliche Mission, die Tropenklinik und die Arzneimittelhilfe - sie alle wollen bis 2010 ins EMAS-Register eingetragen werden und freiwillig einen besonderen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Gönner: »Ich wünsche mir, dass möglichst alle, die sich jetzt im Tübinger Konvoi gemeinsam auf den Weg machen, das »Klassenziel« erreichen.«
Fünfmal mehr als ein Chinese
Auch Klaus Töpfer fand ermunternde Worte für den Kurs der Uni und der Stadt. Der stellvertetende Vorsitzende des Rates für nachhaltige Entwicklung war als Redner beim Symposium. Töpfer hat beobachtet, dass viele zögern, obwohl sie wissen, dass sie selber handeln müssten: »Unser ökologischer Fußabdruck ist fünfmal der eines durchschnittlichen Chinesen. Aber wir setzen uns hin und rufen »Haltet den Dieb!«« (-jk)