Sicherheit - Tübinger DRK-Rettungsdienst übt mit Ofterdinger Burghofschüler Verletzten-Betreuung nach Unglück
»Großschadens-Ereignis« gemeistert
OFTERDINGEN/TÜBINGEN. Der Amok-Lauf von Winnenden liegt genau ein Jahr zurück. Dass der Rettungsdienst des DRK-Kreisverbandes Tübingen am gestrigen Dienstag ein »Großschadensereignis« mit 17 Mimen an der Ofterdinger Burghof-Schule übte, ist allerdings reiner Zufall, sagt Rainer Wizenmann. Er ist Leiter des 120 Mitarbeiter umfassenden Rettungsdienstes beim Roten Kreuz; davon sind sechzig als Rettungsassistenten rund um die Uhr im Einsatz.
Wie man viele Verletzte gleichzeitig versorgt, übte der DRK-Rettungsdienst zusammen mit Ofterdinger Schulsanitätern.
FOTO: Jürgen Meyer
Ihre Fortbildung - vier Tage im Jahr - war Grund für die außergewöhnliche Übung in der Mehrzweckhalle beim Schulgelände. Es ging um das richtige Verhalten bei »Massenunfällen«. Da passte es, dass an der Grund- und Hauptschule gerade ein Klassen übergreifender Sanitätsdienst aufgebaut wird. Siebzehn der Nachwuchsretter sind für das Übungsszenario - Einsturz einer Hallendecke - in die Rolle von Schwerverletzen geschlüpft.
Die richtige Versorgung von Verunglückten musste jedoch nicht geübt werden. »Das ist schließlich deren Beruf«, so Ausbildungsleiter Ernst Pflumm. Vielmehr lernten die meist nur in Zweier-Teams Patienten versorgenden Hauptamtlichen, wie man in einer großen Gruppe zusammenarbeitet, Verletzungen nach Schwere und Dringlichkeit schnell abwägt.
Dazu gehört auch das Wissen um die Transportmöglichkeiten sowie die Kapazitäten der infrage kommenden Krankenhäuser.
Victoria Schneider spielte die Rolle der Notärztin, Marc Fischer einen Abschnittsleiter. Die Öffentlichkeit war außen vor; kritisch verfolgten hochrangige Behörden-Vertreter, darunter Polizeivizedirektionschef Horst Knöpfler, die Aktion. (mey)