Szene Aktuell - Die Konzertkritiken - Jakob Manz und das Clara Vetter Trio legen im Eninger Jugendcafé einen grandiosen Auftritt auf die Bühne

Beeindruckende Nachwuchstalente

VON HANS-JOACHIM KOCH

ENINGEN. Das Jugendcafé Eningen bescherte am Freitag den Zuschauern im Stage Club zu Beginn ihrer neuen Konzertreihe einen grandiosen Abend mit dem Clara Vetter Trio featuring Jakob Manz. Die 19-jährige Pianistin Clara Vetter bildet zusammen mit Jakob Obleser (Bass) und Thilo Adam (Schlagzeug) das Trio, das mit Unterstützung des 14-jährigen Ausnahmetalents Jakob Manz (Saxofon/Blockflöte) stark aufspielte.

Jakob Manz überzeugte zusammen mit dem Clara Vetter Trio. FOTO: KOCH
Jakob Manz überzeugte zusammen mit dem Clara Vetter Trio. FOTO: KOCH
Bevor jedoch das Hauptprogramm mit den mehrfach mit Jugendpreisen auf Bundes- und Landesebene ausgezeichneten Jazz-Nachwuchstalenten begann, spielte der Eninger Joel Büttner drei bemerkenswerte Stücke auf dem Solo E-Bass. Beim letzten Stück wurde er unterstützt von Sascha Sabadi auf der Tuba.

Zwei Gruppen von Musikern gibt es, von denen die Leute sagen: »Für sein Alter spielt er ganz gut« – ganz junge Musiker und solche jenseits des Pensionsalters. Zu den Erstgenannten gehören das Clara Vetter Trio und Jakob Manz. Ihr Konzert war furios. Geboten wurden sechs Jazzstücke, fünf davon von Clara Vetter und eines von Jakob Manz komponiert. Die handwerklichen Fähigkeiten der jungen Künstler kann man als professionell bezeichnen. Das Zusammenspiel des Trios glänzt bereits durch eine Perfektion, die staunen lässt.

Kontrabass und Schlagzeug erschaffen eine rhythmisch vertrackte Welt, in die das Klavierspiel von Clara Vetter perlende Akzente und Melodien einbettet. Gesteigert wird das Ganze noch von Jakob Manz. Er spielt das Saxofon mit der eigenen verschiedenartigen Schönheit des Instruments, von sinnlich bis ekstatisch. Bei »Kind Of Home« zeigte er auf der Blockflöte seine ganze Klasse. Wer glaubt, dass Blockflöte und Jazz nicht funktioniert, der irrt sich gewaltig.

Die Zuhörer waren so begeistert, dass sie den Applaus selten bis zum Ende des Stückes zurückhalten konnten. Der Stage Club war gerammelt voll. Selbst die Künstler waren überrascht, dass so viele gekommen waren. Ohne Zugabe ging es daher nicht. Diese war dann der Jazzstandard »Blue Monk«, bei dem jeder der vier noch mal mit einem Solopart zeigen konnte, was er draufhat. Cool, geschmeidig und gefühlvoll ergänzten sich die vier Ausnahmemusiker zu einem Trio plus Jakob Manz der Extraklasse. Ein starker Auftakt für die neue Konzertreihe »Jugendcafé in Concert«. (GEA)

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