Weltrekordversuch im Simultantanzen: In der »Kulturfabrik« ging die Post ab
REUTLINGEN. Dicke Luft, Rauchschwaden, Lichteffekte und poppige Rhythmen: An die 600 meist jugendliche Tänzer haben gestern in der »Kulturfabrik« (ehemals »färberei«) für einen Weltrekordversuch im Simultantanzen Arme, Beine und Hüften geschwungen.
Hoch die Arme auf »On and on« von »Agnes«. Bundesweit wurde die gleiche Choreografie zum gleichen Zeitpunkt getanzt.
FOTO: Markus Niethammer
Der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband (ADTV) hatte zu diesem Event aufgerufen, die Tanzschule »dance + music« dies in Reutlingen organisiert. Nach dem ersten Stand legten Punkt 19.35 Uhr rund 100 000 Tanzbegeisterte bundesweit für vier Minuten los, um sich mit einem »Most people simultaneously videoclip-dancing« (Simultanes Video-Clip-Tanzen der meisten Menschen) einen Eintrag in das Guiness-Buch der Rekorde zu sichern. Getanzt wurde überall auf den Pop-Song von »Agnes«, »On and on«. Der Hit wurde per Live-Stream aus dem Internet eingespielt, sodass tatsächlich alle Teilnehmer, wo immer sie auch waren, gleichzeitig mit dem Tanz begannen. Die Choreographie hatte der ADTV vorgegeben. Wohlweislich fielen Schritte und Bewegungen nicht allzu raumgreifend aus. Das wäre auf der überfüllten Tanzfläche sonst des Guten zuviel gewesen.
Bereits um 18 Uhr hatte das Event in der »Kulturfabrik« begonnen. Das Alter der Teilnehmer reichte von acht bis Mitte 40, in der Mehrzahl allerdings waren es jüngere Semester. Nach einem »Warm-up« wurden die Schritte eingeübt. »Ich find's toll, dass ihr alle gekommen seid«, rief Tanzschulleiter Fabrizio Laraia in die Menge und dann zählte er: Zehn, neun, acht . . und los ging's. Anschließend war Party.
Die Teilnahmegebühr war übrigens für einen guten Zweck bestimmt: Der Erlös wurde der RTL-Stiftung »Wir helfen Kindern« gespendet. (jük)
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