Umwelt - Grüne diskutieren kritische Flächen bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans

Grüne fordern Reutlinger Wachstum mit Weitsicht

REUTLINGEN. Auf Einladung der Gemeinderatsfraktion »Die Grünen und Unabhängigen« trafen sich die Bürgerinitiativen »Wildwiese Sondelfingen«, »L(i)ebensweRTer Nordraum e.V.« sowie engagierte Bürger aus Mittelstadt mit Vertreterinnen von Nabu, BUND und Ira Wallet als Sprecher für den Dachverband Landesnaturschutzbund (LNV) in großer Runde im Reutlinger Rathaus zu einer Aussprache über den Vorentwurf des Flächennutzungsplans.

Wichtig als Kaltluftentstehungsgebiet: Bergäcker Halden. FOTO: GRÜNE
Wichtig als Kaltluftentstehungsgebiet: Bergäcker Halden. FOTO: GRÜNE
Den Vorschlägen der Stadtverwaltung zur Neuaufstellung hatte der Gemeinderat zuvor mehrheitlich zugestimmt. Allen Anwesenden gemeinsam war die Überzeugung, dass naturnahe Gebiete in der Stadt erhalten werden müssen.

Eine flächendeckende Überbauung auch wertvoller Grünflächen und der damit einhergehende Verlust an Erholungsfläche für die Bevölkerung wurde von allen Beteiligten als äußerst kritisch beurteilt. Konsens bestand auch insoweit, als zunächst innerstädtische Brachflächen entwickelt werden sollen.

In Präsentationen wurden die als kritisch eingestufte Gebiete fachkundig dargestellt.

In Sondelfingen geht es um die Gebiete Bergäcker-Halden und die Erweiterung Stettert, in Altenburg um die Erweiterung des Gewerbegebiets Mahden, für Mittelstadt ist neben der vorgesehenen Erweiterung der Gewerbeflächen die Flächenversieglung durch den Trassenausbau der Buchbachstraße thematisiert worden. Da weder Luft noch Klima sich an Stadtgrenzen halten, kamen auch Vertreterinnen aus Pfullingen zu Wort, um die Problematik einer Bebauung des Arbachtals zu beleuchten.

Deutlich wurde, so ist der Pressemitteilung zu entnehmen, dass vernetztes Denken und Planen vonnöten sei. Es müssten Alternativen zum weiteren Flächenverbrauch aufgezeigt werden, insbesondere, welche innenstadtnahen brachliegenden oder untergenutzten Grundstücke vorrangig einer neuen Nutzung zugeführt werden können. Reutlingen habe insbesondere auch mit dem Betz-Areal eine große Chance.

Breites Bürgerengagement

Wachstum ohne die Konsequenzen für das Leben der Menschen in der Stadt im Blick zu haben, sei hingegen kurzsichtig.

Neue Formen der Architektur, konsequente Mobilitätskonzepte und die ökologische Gestaltung von innerstädtischen Grünflächen waren Themen, mit denen sich die Beteiligten auseinandersetzten. Im Ergebnis waren sich die Anwesenden einig, dass ein breites Bürgerengagement erforderlich ist, um diese Ziele zu erreichen.

Eine Vernetzung der verschiedenen Initiativen für Reutlingen und die Gründung einer Ideenwerkstatt waren das Ergebnis des vierstündigen Treffens. (eg)



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