Sachbeschädigung - In Ohmenhausen, Gönningen und Sickenhausen werden Kandidaten als »Volksverräter« beleidigt

Unbekannte verschandeln Wahlplakate

REUTLINGEN. Auf der Zielgerade zur Bundestagswahl am 24. September wurden im GEA-Verbreitungsgebiet Wahlplakate von einem oder mehreren Unbekannten verschandelt. So wurden auf der Unteren Steigstraße in Ohmenhausen, sowie an den Ortseingängen von Gönningen und Sickenhausen (von Reutlingen her kommend) die Wahlplakate von Bundestagskandidaten sowie -abgeordneten mit einheitlichen Klebebändern versehen. Auf gelbem Grund steht auf all den Klebestreifen in schwarzen Großbuchstaben das Wort »Volksverräter«.

Nicht nur in Reutlingen (hier am Ortseingang von Sickenhausen) wurden Plakate beschädigt.
Nicht nur in Reutlingen (hier am Ortseingang von Sickenhausen) wurden Plakate beschädigt. FOTO: Alexander Rabe
Auf Nachfrage bei der Polizei sagte Frank Natterer von der Pressestelle, dass diese Sachbeschädigungen in der heutigen Zeit »sehr große Ausmaße annehmen«. In den genannten Stadteilen gebe es keinen Schwerpunkt. Was den Straftatbestand anbelangt, zeigt Natterer Unterschiede auf. Beim Bekleben von Plakaten, auf denen nur Text abgebildet ist, handle es sich um eine einfache Sachbeschädigung. Werden jedoch Plakate verschandelt, die das Konterfei einer Person zeigen, kommen zur Sachbeschädigung noch Beleidigung und Verleumdung hinzu. Keine Kavaliersdelikte, wie der Blick aufs mögliche Strafmaß zeigt. Das reicht von der Geldstrafe bis hin zu zwei Jahren Freiheitsstrafe. Allerdings sei es nahezu unmöglich, die Täter im Nachgang zu überführen. Es müsste schon jemand schleunigst bei der Polizei anrufen, wenn jemand beim Verschandeln eines Plakates beobachtet wird.

Björn Reusch, Leiter der Pressestelle, ergänzt, dass das Problem nicht nur in Reutlingen bestehe: »Wir haben solche Fälle im ganzen Bereich des Polizeipräsidiums.« Reusch berichtet, dass in der Stuttgarter Straße in Bad Urach Plakate heruntergerissen oder mit roter Farbe besprüht wurden. In Dottingen und St. Johann wurden CDU-Plakate mit schwarzen Aufklebern versehen. Und am Wochenende hätten Unbekannte in Rottenburg jeweils ein Plakat von SPD und FDP verbrannt. (rabe)

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