Musik - Im Reutlinger Jugendcafé traten gestern dreizehn Nachwuchsbands auf. Fazit nach dem Konzert:

"Super Veranstaltung! Gerne bald wieder!"

REUTLINGEN. So mancher ältere Besucher, der am Samstag zum Konzert ins Reutlinger Jugendcafé am Federnseeplatz kam, dürfte sich an die Siebzigerjahre erinnert haben. Auf dem Aktivitätsspielplatz traten damals Nachwuchsbands auf, die unter Anleitung des früheren Akti-Chefs Peter Stegmaier Rockmusik machten.

"Brennwert" heißten im Reutlinger Jugedcafé ein - als eine von 13 Newcomer-Bands.
"Brennwert" heißten im Reutlinger Jugedcafé ein - als eine von 13 Newcomer-Bands. FOTO: Gerlinde Trinkhaus
Mehr als 30 Jahre später enterten wieder Reutlinger Musikgruppen die Bühne. Die jüngsten Mitglieder sind gerademal zehn Jahre alt, wobei die eine oder andere Band noch nie vor derart vielen Fans gespielt hat. Deutlich über hundert Besucher jubelten im Laufe des Abends den dreizehn Gruppen zu.

Federführend für die Fete, die um 15 Uhr mit dem Aufbau der Musikanlage begann und die gegen 21.30 Uhr zu Ende ging, waren Birgit Neugebauer und ihr Kollege Simon Madaus von der Reutlinger Kulturwerkstatt sowie Jugendcafé-Leiterin Nicole Ittner mit ihren Mitarbeitern Daniel Stumful und Christina Christakidis.

»Vor allem die Jüngsten waren vor ihrem Auftritt ein wenig nervös«, sagte Birgit Neugebauer. Die Sozialpädagogin war treibende Kraft eines Projektes, dessen Früchte am Samstag geerntet wurden: 13 Musikgruppen, die in der Kulturwerkstatt proben, haben eine CD aufgenommen.

Auf dem Silberling gibt's »Unerhörtes!« von Musikern und Musikerinnen mit und ohne Behinderung. »Mit diesem Projekt schlagen wir eine musikalische Brücke für Toleranz und gegen Ausgrenzung«, heißt es auf dem Cover der CD, die im Herbst im Pfullinger Artist Tonstudio aufgenommen wurde.

Dass die Bands ihr Handwerk verstehen - oder auf dem Weg dorthin sind - war am Samstag zu hören. Englische und deutsche Texte, knackige Riffs, harte Beats und ruhige Lieder gingen genauso ins Ohr wie gecoverte Nummern. Und es braucht eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein, um sich an »Hey Joe« von Jimi Hendrix zu wagen. Aber was die Zuhörer nicht nur bei diesem Song geboten bekamen, verdient Respekt.

»Es war eine super Veranstaltung! Gerne wieder«, lautete das Fazit von Nicole Ittner - eine Einschätzung, der wohl niemand widersprach. (GEA)

www.kulturwerkstatt.de

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