Stadtfest - Zum Auftakt gab es Tanz, Musik, Comedy und den obligatorischen Fassanstich mit OB Barbara Bosch

Stadtfest: Massenbewegung am Marktplatz

VON REBEKKA EYRICH

REUTLINGEN. Perfektes Wetter, perfekte Stimmung und der perfekte Schlag: Oberbürgermeisterin Barbara Bosch musste gestern Abend nur einmal kräftig mit dem hölzernen Hammer in der Hand ausholen – der Hahn stach ins Fass und schon floss das Bier in die Krüge. Und das, »obwohl ich nie übe«, sagte die Rathauschefin. Sogleich bildete sich eine Schlange – viele wollten vom Fässchen Freibier etwas abhaben.

Überraschungseffekt zur Stadtfesteröffnung: Tänzer von »dance and music« bringen Bewegung auf den Marktplatz. FOTO: NIETHAMMER
Überraschungseffekt zur Stadtfesteröffnung: Tänzer von »dance and music« bringen Bewegung auf den Marktplatz. FOTO: NIETHAMMER
»In Reutlingen wird eben nicht nur zusammen gearbeitet, sondern auch zusammen gefeiert«, sagte Barbara Bosch, bevor sie die Krüge verteilte. Tanja Ulmer, StaRT-Geschäftsführerin, hob zu Beginn des 19. Reutlinger Stadtfestes das Engagement der Beteiligten hervor, und lobte alle, die bei den Vorbereitungen geholfen hatten. »Ohne Euch wäre das Fest öd und fad«, begrüßte Frank Wittel vom Stadtfestkomitee die Besucher.


»Man trifft alte Bekannte, die man lange nicht gesehen hat«
 
Gleich zu Beginn war auf der Hauptbühne am Marktplatz, die von Antenne 1 und dem Reutlinger General-Anzeiger organisiert wird, einiges geboten. Zunächst unterhielt der Musikverein aus Mittelstadt das Publikum. Ein kleines Mädchen ließ es sich nicht nehmen, stehend auf der Bank in die Händchen zu klatschen.

Dann kündigten die Antenne 1-Moderatoren Nadja Gontermann und Tobias Gebhard eine Überraschung passend zur Fußball-Weltmeisterschaft an. Daraufhin betraten acht junge Frauen von der Tanzschule »dance and music« in bunten Anzügen den Platz vor der Bühne und boten eine fetzige Vorstellung. Plötzlich verstummte die Musik, die Mädchen sahen sich ratlos an.


»Das Wetter ist gut, die Stimmung ist gut und das Essen auch«
 
Und dann kam die Überraschung in Form einer Menschenmasse, die den ohnehin schon stark bevölkerten Marktplatz regelrecht überschwemmte. Synchron tanzten, sangen und wirbelten sie umher, zogen Fahnen der unterschiedlichsten Länder aus den Taschen und schwangen sie im Takt. Das steckte an, und so manchen hielt es nicht auf der Bierbank.

Doch nicht nur das Programm begeistert Besucher wie Reutlinger am Stadtfest: »Man trifft alte Bekannte, die man lange nicht gesehen hat«, sagte Thomas Unger, der mit seiner Familie aus Wannweil gekommen war. Außerdem findet er es toll, dass das Fest für Jung und Alt etwas bietet. Ernst Obermayer gefällt, »dass so viele Vereine zusammenkommen. Außerdem treffe ich Freunde und Bekannte hier, die man das ganze Jahr nicht sieht«, erzählte der Reutlinger. Stella ist mit ihren Freundinnen gekommen und freut sich über die unterschiedlichen Angebote. »Das Wetter ist gut, die Stimmung ist gut und das Essen auch«, sagte die junge Frau.

Gute Stimmung verbreitete auch Dominik Kuhn alias Dodokay. Mangels Leinwand und Beamer gab es dieses Mal keinen schwäbisch sprechenden US-Präsidenten Obama. Dodokay quatschte deshalb über seine entbehrungsreiche Kindheit in Oferdingen.

Auch Spitalhof, Kanzleiplatz und Albtorplatz sowie der Platz vor dem Tübinger Tor waren gut bevölkert und Blasmusik, Blues sowie Hits aus den Sechzigern begeisterte die Scharen. Insgesamt werden an beiden Tagen 45 Live-Bands und Musikvereine sowie etwa 40 Vereinsbeiträge vom Gardetanz bis zur Ju-Jutsu-Show auf insgesamt fünf Bühnen zu hören und zu sehen sein.

Auf der Marktplatzbühne brachte später die Antenne-1-Band das Publikum in Schwung und ebnete den Weg für Yanick Sy, der in einer Bandpause seinen ersten Solo-Auftritt vor großem Publikum hatte. Völlig zurecht habe der 19-jährige Reutlinger mit seiner »tollen Stimme« im März den Talentwettbewerb »Voice of Reutlingen« gewonnen, kündigte GEA-Lokalchef Roland Hauser den vom Reutlinger General-Anzeiger präsentierten Singer-Songwriter an.

Yanick Sy, der in Tübingen derzeit eine Ausbildung zum Industriekaufmann absolviert und dessen Vater, Schlagzeuger bei den »Dead Monkeys«, hinter der Bühne die Daumen drückte, hatte vier Eigenkompositionen mitgebracht – darunter den Siegertitel von »Voice of Reutlingen«, »If This World Was A Town«. Das Publikum dankte es mit kräftigem Applaus. (GEA)




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Tanz, Musik und Comedy

Stadtfest Reutlingen 2014

Stadtfest Reutlingen 2014
FOTO: Markus Niethammer
 

Stadtfest Reutlingen 2014: 1.Tag


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