Spatenstich Stadthalle: "Ein guter Tag für Reutlingen"
REUTLINGEN. Vor mehr als tausend Zuschauern griffen Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und zehn weitere Honoratioren - darunter Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister und Architekt Max Dudler - zu den bereitstehenden Spaten, um symbolisch den Bau der neuen Reutlinger Stadthalle zu beginnen. "Heute ist ein guter Tag für unsere Stadt", rief Bosch den Umstehenden zu: "Wir wagen die Zukunft und verwirklichen einen Traum, den Generationen von Reutlingern vor uns geträumt haben".
Viele hätten nicht geglaubt, dass die Verantwortlichen in der Wirtschafts- und Finanzkrise die Kraft und den Mut fänden, die Halle auf den Weg zu bringen. "Aber es wäre unverantwortlich", so Bosch, "die Halle nicht zu bauen oder den Bau zu verschieben."
Es sei so etwas wie Balsam auf die zur Zeit mitunter geschundene Seele eines Wirtschafsministers, meinte Ernst Pfister, dabei sein zu können, wenn in Reutlingen mit einer Investition in die Zukunft ein "deutliches Zeichen" gesetzt, ja ein "neues Kapitel aufgeschlagen werde".
Die langen Diskussionen im Vorfeld hätten sich gelohnt, so der Minister, "das Ergebnis ist entscheidend". Sein erster Gruß galt ganz bewusst den Reutlinger Bürgern: Weil sie nach seiner Überzeugung von der neuen Halle, "in der man sich treffen und ein Wir-Gefühl entwickeln kann", profitieren werden; aber auch, weil die Bürger als Steuerzahler die Stadthalle letztendlich finanzieren.
Die Baukosten sind derzeit mit 32,1 Millionen Euro beziffert, hinzu kommen 9,8 Millionen Euro für die Tiefgarage. Finanziert werden sie aus Zuschüssen - namentlich auch vom Land - und den sogenannten Stadthallen-Rücklagen, die "angespart worden und tatsächlich vorhanden" seien, so Bosch. Sie belaufen sich auf über rund 44 Millionen Euro. (rh)