Bauarbeiten - Asphaltschicht für die Eberhardstraße: Trotz Vollsperrung keine Behinderungen
Sonntagsschicht für die dritte Spur
Von Ulrike Glage
REUTLINGEN. Den Anwohnern der Eberhardstraße war ein Sonntag mit himmlischer Ruhe vergönnt: Statt dem üblichen Autolärm bekamen sie nur gelegentlich Baumaschinen zu hören. Ab fünf Uhr morgens bis heute in der Frühe war eine der wichtigsten Reutlinger Durchgangsachsen auf einem Teilabschnitt in beide Richtungen komplett gesperrt.
Letzter Schliff für die Eberhardstraße: Übers Wochenende wurde die neue Asphaltschicht aufgebracht. Deshalb war eine Vollsperrung erforderlich.
FOTO: Uschi Pacher
Der Grund: Die Mitarbeiter der beauftragten Teerfirma verpassten der Fahrbahn in einer Sonderschicht eine neue Asphaltdecke.
Die Umleitungen waren frühzeitig ausgeschildert worden; trotz Vollsperrung kam es laut Polizei weder zu Behinderungen noch Staus.
Mit dem Wochenend-Kraftakt sind die Arbeiten für die dritte Fahrspur abgeschlossen. Und das zwei Wochen früher als geplant, so Günter Kaiser, stellvertretender Leiter des Amtes für Straßen, Umwelt und Verkehr. Die Firma hatte allerdings auch Glück mit dem Wetter: Am Sonntagmorgen um vier Uhr wurde laut Kaiser entschieden, ob der Trupp ans Werk gehen kann. Der Daumen ging nach oben - und tatsächlich blieb der Regen den ganzen Tag über aus.
Mit den Arbeiten an der dritten Spur für die Eberhardstraße wurde in der ersten Ferienwoche begonnen. Bis zum Wochenende kam die Stadt ganz ohne Sperrungen aus, denn alles lief »unter Verkehr«. Am Sonntag wurde nicht nur die Spur zur Gutenbergstraße Richtung Stuttgart dichtgemacht, sondern auch die gegenüberliegende: Wegen Abnutzungen in der Deckschicht war auch hier abgefräst und jetzt neu asphaltiert worden.
Damit ist die Maßnahme weitgehend abgeschlossen, nur noch in den Randbereichen und bei den Geh- und Radwegen sind laut Günter Kaiser kleinere Arbeiten notwendig. Ab heute, Montag, läuft's also wieder in der Eberhardstraße - vermutlich glatter als vorher. Mit dem im Juni gefassten Baubeschluss wollen Verwaltung und Gemeinderat eine Verbesserung der Verkehrssituation auf der notorisch verstopften Achse erreichen. Deshalb wurde nicht nur die Verbreiterung der Eberhardstraße durch die dritte Spur vorgenommen, sondern auch eine Erneuerung der Ampelanlage und Signaltechnik. Das Ganze schlägt mit 450 000 Euro zu Buche.
Erster Schritt der »verkehrsverbessernden Maßnahmen« im Bereich AOK-Knoten, Bruderhausgelände und Gutenbergstraße war die Verbreiterung der Konrad-Adenauer-Straße im jahr 2004. Nach der jetzt abgeschlossenen Maßnahmen soll in einem dritten Bauabschnitt eine zusätzliche Fahrspur inklusive Verbreiterung von Geh- und Radwegen in der Gutenbergstraße Richtung »Unter den Linden« gebaut werden. (GEA)