Energie  - der Klimaschutzagentur und der Verbraucherzentrale beantworten am Mittwoch Fragen

GEA-Telefonaktion: Richtig Heizen, aber wie?

REUTLINGEN. Wenn es draußen kalt ist, regnet oder schneit, ist man froh ins Trockene zu kommen. Zu Hause heißt es dann: Heizung aufdrehen, Licht anschalten, damit schnell Gemütlichkeit einzieht. Mit der Raumtemperatur und der Helligkeit steigen auch die Energiekosten. »Bekanntermaßen ist die Heizung der dickste Brocken für die meisten Haushalte beim Energieverbrauch. Umso ärgerlicher, wenn die Heizung dann nicht effizient arbeitet und damit unnötig viel Energie verbraucht«, sagt Tobias Kemmler.

Wenn die Technik nicht auf dem  neuesten Stand ist, entstehen unnötig hohe Heizkosten. FOTO: FOTOLIA
Wenn die Technik nicht auf dem neuesten Stand ist, entstehen unnötig hohe Heizkosten. FOTO:  Fotolia
In Kooperation mit dem Reutlinger General-Anzeiger beantworten Kemmler und zwei weitere Experten der Klimaschutzagentur Reutlingen und der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in einer Telefonaktion am Mittwoch, 15. November, Fragen zu Anforderungen und Fallstricken beim Heizungstausch und staatlichen Zuschüssen bei der Heizungsoptimierung: Auch gebe sie Tipps zum effektiven und richtigen Heizen während der Wintermonate.

Großes Einsparpotenzial

Knapp drei Viertel der Heizungen in Deutschland entsprechen heute nicht dem aktuellen Stand der Technik - sind also veraltet und verbrauchen unnötig viel Energie, wissen die Experten. Der Austausch der Heizung ist daher bei vielen Hausbesitzern eines der drängenderen Probleme: Denn bei Überschreiten der üblichen Nutzungsdauer von etwa 20 Jahren steigt generell das Risiko, dass die Heizung in nächster Zeit einmal ausfallen wird.

»In den meisten Fällen lohnt es sich, Heizungsanlagen, die älter als 20 Jahre sind, komplett auszutauschen«, ergänzt Tobias Kemmler. »So lässt sich beispielsweise durch den Einbau eines Gas-Brennwertgeräts der Brennstoffverbrauch um bis zu 30 Prozent senken. Das kommt auch Umwelt und Klima zugute.« Deshalb betont die Bundesregierung in ihrem »Klimaschutzplan 2050«, wie wichtig die Reduktion des Energieverbrauchs im Gebäudesektor ist, und bietet Fördermittel zur Finanzierung von Maßnahmen an. »Tatsächlich gibt es sehr viele Förderprogramme für energieeffizientes Bauen und Sanieren - das ist vielen Verbrauchern gar nicht bewusst«, sagt Kemmler.

Für die Finanzierung gibt es verschiedene Förderprogramme, etwa als zinsvergünstigtes Darlehen und Zuschüsse. Die KfW-Förderbank etwa unterstützt den Einbau eines Gas-Brennwertgeräts beim Kesseltausch mit zehn Prozent der Investitionskosten. Bei einer Investitionssumme von 10 000 Euro entspricht das also einem staatlichen Zuschuss in Höhe von 1 000 Euro.

Heizverhalten muss stimmen

Allerdings: Trotz staatlicher Förderung fallen für Sanierungsmaßnahmen wie dem Austausch der Heizungsanlage und Dämmung erst einmal hohe Investitionen an. Doch auch wer kein Geld dafür oder als Mieter nur wenig Einfluss auf die Substanz einer Immobilie hat, kann effektvoll Heizkosten sparen und das Klima schonen. »Entscheidend ist stets das entsprechende Verhalten der Nutzer - ohne das bringt eine aufwendige und teure energetische Sanierung nichts. Ein Gebäude kann noch so energieeffizient sein: Wenn die Bewohner die Heizung zu hoch aufdrehen oder stundenlang die Fenster offen stehen haben, wird sich der Energieverbrauch nicht reduzieren«, so Kemmler.

Am Mittwoch, 15. November, wird er zusammen mit den Energieberatern Jürgen Kächele und Ulrich Hägele zwischen 17 und 18.30 Uhr den GEA-Lesern am Telefon Rede und Antwort zum Thema »richtig Heizen« stehen. Die Sondernummern veröffentlichen wir in unserer Mittwochsausgabe. (eg/GEA)



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