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17.07.2017

Reutlingen

Reutlinger KuRT-Festival ein Teil der Stadtkultur

REUTLINGEN. Schon am Freitag, dem ersten Festivaltag, strömten 3 500 Musikfans auf das Gelände im Bürgerpark. Mit tendenziell rockigeren Musikacts führten die Organisatoren die Tradition wieder ein, die Tage musikalisch zu trennen. Mit Bands wie Blackout Problems und Egotronic kamen die Rock-Fans voll auf ihre Kosten. Am Samstag startete der »Hip-Hop-Tag« des Festivals. »Hip-Hop ist in Reutlingen einfach die Musik, die die Jugendlichen am meisten feiern«, sagte Ida Wied aus dem Organisations-Team.

Die feiernde Menge im Bürgerpark vor der Stadthalle.
Den Andrang auf die Headliner des Festivals hatte das KuRT-Team dieses Jahr besser im Griff. 2016, beim zehnjährigen Jubiläum des Festivals, war es zu Tumulten vor dem Eingang gekommen.

Ida Wied behielt recht, als sie sagte, dass sie diesmal keine Zwischenfälle befürchte. »Es ist einfach so, dass wir zum Beispiel mit Rappern wie Audio88 & Yassin oder Bartek auch ein anderes Publikum anziehen als 2016 mit SSIO.«

Die Fans des Bonner Straßenrappers hatten vergangenes Jahr versucht, über den Zaun auf das schon volle Gelände zu gelangen. »Wenn die Leute in der Summe ein bisschen älter sind, eskaliert das bei uns normalerweise auch nicht so.«

Ganz ohne Zwischenfälle lief das Festival leider nicht ab. Es gab mehrere Polizeieinsätze rund um das Gelände vor der Stadthalle. Eine 23-Jährige wurde begrapscht, außerdem verletzte ein 21-Jähriger zwei Besucher mit einem Messer (siehe Info-Box).

Wegen der strengen Einlasskontrollen aufgrund der aktuellen Terrorlage kam es am Samstag gegen 20 Uhr zu einer langen Schlange vor dem Eingang. Die Menschen warteten bis hin zum Zentralen Omnibusbahnhof. Die meisten Besucher zeigten aber Verständnis für die Situation und warteten geduldig.

Am Wochenende war auf dem Gelände im Bürgerpark wieder zu spüren, wie froh die Reutlinger Jugend ist, das Festival in der Stadt zu haben. Die Stimmung war ausgelassen, es wurde zu guter Musik gefeiert und viele Besucher haben sich sicher das KuRT 2018 schon im Terminkalender angestrichen. Das Festival ist über die Jahre ein wichtiger Bestandteil der Stadtkultur geworden und aus dieser so schnell nicht mehr wegzudenken. (GEA)

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