Bürgerstiftung - Kinder- und Familienfest neben der Marienkirche trifft mit zahlreichen Ständen, Initiativen und Spielangeboten auf großes Interesse

Reutlinger gehen stiften

VON NORBERT LEISTER

REUTLINGEN. Viele gute Gespräche sind am Samstag an der Marienkirche geführt worden. Viele Besucher der Innenstadt verweilten an den Ständen der Bürgerstiftung, ihrer vier Unterstiftungen sowie bei einigen geförderten Initiativen. Die Interessierten blieben stehen, haben sich informiert und einige Kinder haben auch das Spiel-, Mal- und Bastelangebot wahrgenommen. Wie etwa beim Geschichtsverein, wo beispielsweise das Tübinger Tor ausgemalt werden konnte. Oder die Häuser der Oberamteistraße. Zu diesen ältesten, dringend sanierungs- und erhaltensbedürftigen Reutlinger Häusern gab es im Übrigen auch jede Menge geschichtliche Hintergründe, zusammengestellt und präsentiert von Roland Koch, dem Geschichtsvereinsvorsitzenden.

Zwei Projekte an Jos-Weis-Schule

Informationen wurden aber auch beim Stand der Jos-Weis-Schule präsentiert: »Bei uns laufen gerade zwei Projekte, die von der Bürgerstiftung gefördert werden«, erläuterte Ulrike van Jindelt-Mezger vom Förderverein der Schule. Eines dieser beiden Projekte wird von Klaus-Dieter Zeh betreut, er ist »der Kümmerer« an der Schule. Wenn Kinder im Unterricht stören und das Klassenzimmer verlassen müssen, weil sonst kein Unterricht mehr möglich wäre, kümmert er sich um die Kids. Er fragt nach, was die Schüler bewegt, warum sie stören, nicht dem Unterricht folgen können. Dabei erfährt Zeh ganz viel über die Kinder, über ihre Eltern, Familien. »Ein tolles Projekt, das alle an der Schule entlastet«, so van Jindelt-Mezger.

Informationen gab es am Samstag neben der Marienkirche auch über Wirbelwind, den Verein, der sich gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen wendet. Als eine der vier Unterstiftungen der Bürgerstiftung versuchten die Aktiven des Vereins ebenfalls auf sich aufmerksam zu machen, auf die wichtige Arbeit, die von den Mitgliedern und den hauptamtlichen Mitarbeitern angeboten wird. Neben Infos über das vielfach ausgezeichnete Angebot des Projekts »Drachenstark« wurde bei Erika Seitz auch gespielt: Nur im Verbund mit anderen Mitspielern konnten nämlich Holzklötze vom Boden gehoben und in der Mitte aufeinander platziert werden. »Das ist die beste Form der Gewaltprävention«, erläuterte Seitz als Kopf hinter »Drachenstark«.

Hans Hamann informierte das Publikum über Geschichte, Ziele und Aktionen der Bürgerstiftung. Erstaunlich dabei: »Wir haben dieses Jahr schon fast 17 000 Euro an einige Projekte ausgeschüttet und werden in Kürze im Herbst voraussichtlich noch einmal mehr als 20 000 Euro verteilen können«, erläuterte der Vorsitzende der Reutlinger Bürgerstiftung. Wie das funktioniert, angesichts von null Prozent Zinsen? »Wir haben es geschafft, durch unser Patenmodell mit 33 Spendern die Verwaltung der Bürgerstiftung zu finanzieren«, erläuterte Hamann. Hinzu komme, dass über Anlagen bei den Reutlinger Banken in »solide Investitionsmodelle« mehr als 2 Prozent Dividende erzielt werden könne. »Wir hoffen, auf diese Art in den kommenden Jahren jeweils rund 40 000 Euro ausschütten zu können.«

Bedacht wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte und Gruppen wie der Arbeitskreis Leben, die Citykirche, Theater, diverse Schulen, der Listhof, Pro Labore und viele mehr. So auch BAFF - »unser Trommelangebot für Schwerstbehinderte ist auch gefördert worden«, betonte Rosemarie Henes am Rande des Fests auf dem Weibermarkt.

»Toll ist an diesem Standort, dass viel mehr Menschen vorbeikommen als in der Spendhausstraße«, zog Hamann ein positives Fazit des »Kinder- und Familienfestes« der Stiftung. (GEA)



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