Fahrradserie

Radwegkonzept: Was in Reutlingen geplant ist

REUTLINGEN. Die Verwaltung bastelt noch am Radwegekonzept, während die grüne Ratsfraktion und der ADFC schon konkrete Pläne haben.

FOTO: DPA
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Fahrradstadt Reutlingen: Der Weg dorthin scheint sich noch ein Weilchen zu ziehen. Die Stadtverwaltung bastelt derzeit an ihrem „Masterplan Radverkehr/E-Bike-City-Reutlingen“.

Das Aachener Planungsbüro Kaulen soll die Mutation der Autostadt Reutlingen befördern. Ein Zwischenstandsbericht hat viele schöne Visionen aber bisher noch wenig Konkretes zutage gebracht. Bis zur Sommerpause soll das Konzept Form annehmen.

Derweil existieren längst Wege-Konzepte. Die grüne Gemeinderatsfraktion und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Reutlingen haben Streckenführungen ausgearbeitet. Die Grünen setzen auf »Fahrradhauptwege«: In einer Reihe von Nebenstraßen sollen Radfahrer bevorrechtigt werden und damit zentrale Achsen in der Reutlinger Innenstadt erschlossen werden.

Marco Wolz ist der Ideengeber des Konzepts, der Vater zweier Kinder hatte sich damit an die Grünen gewandt: Vor allem die Sicherheit der jungen Verkehrsteilnehmer hatte Wolz im Blick, deshalb sind insbesondere Schulen Zielpunkte. Das Netz wäre aber auch ein zweifellos willkommenes Angebot für alle, die sich im Verkehrsgetümmel auf den Radschutzstreifen größerer Straßen nie wohlfühlen werden. Das Konzept hat den Charme, dass es zügig und ohne große (Um-)bauten umgesetzt werden könnte.

Während das Grüne Konzept die Innenstadt ins Visier nimmt, hat der ADFC mit seinem »Radverkehrskonzept Reutlingen 2020« auch die Teilorte miteinbezogen. Ein Hauptbaustein sind vier Radschnellverbindungen aus jeder Himmelsrichtung. Dabei soll vorhandene Rad-Infrastruktur genutzt, vernetzt, aber auch ausgebaut werden. ADFC- und grünes Konzept überschneiden und ergänzen einander. (igl)

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