Kriminalität

Reutlinger Polizei warnt erneut vor betrügerischen Anrufen

REUTLINGEN/TÜBINGEN. In den Wochen häufen sich in den Landkreisen Reutlingen, Esslingen und Tübingen wieder die Anrufe, in denen sich Betrüger als Polizeibeamte, Staatsanwälte, Angehörige der Bankenaufsicht oder andere Amtspersonen ausgeben.

Foto: Tobias Hase/Symbolbild
Foto: Tobias Hase/Symbolbild
Sie versuchen vorwiegend Senioren zur Übergabe von Bargeld und Schmuck oder zur Überweisung eines Geldbetrags zu bewegen. Seit Anfang Oktober wurden im Präsidiumsbereich zahlreiche Fälle angezeigt, in denen die Angerufenen von den Tätern teils massiv unter Druck gesetzt wurden, um an ihr Ziel zu gelangen.

Aus den Stadtgebieten Tübingen und Esslingen gingen allein über das vergangene Wochenende über 20 Anzeigen ein, nachdem die Betrüger sich als Polizeibeamte örtlicher Dienststellen ausgegeben hatten. Sie behaupten, in der Nachbarschaft sei eingebrochen worden und man habe einen der Täter geschnappt. Dabei seien Notizen und Aufzeichnungen mit dem Namen der Angerufenen gefunden worden. Die Betrüger erwecken so den Eindruck, dass auch sie bald von den Einbrechern heimgesucht werden und Geld und Wertsachen weder zu Hause noch auf der Bank sicher seien. Deshalb würden Polizisten in Zivil vorbeikommen und Geld und Wertsachen zur sicheren Verwahrung abholen oder von einem Taxifahrer abholen lassen.

Durch geschickte Gesprächsführung versuchen die Betrüger zudem, den Angerufenen persönliche Daten über ihre Lebens- und Vermögensverhältnisse zu entlocken. In allen Fällen reagierten die Opfer der Anrufer glücklicherweise goldrichtig, gingen nicht auf die Forderungen ein und zeigten den Betrugsversuch beim nächsten Polizeirevier oder Polizeiposten an, sodass bislang kein Schaden entstand.

Die Polizei warnt erneut vor diesen Betrügern und rät:

-Niemals rufen Polizeibeamte, Staatsanwälte oder andere Amtspersonen an und fragen nach persönlichen Verhältnissen oder bestehendem Vermögen.

-Niemals derartige Auskünfte geben.

-Sich nicht davon täuschen lassen, wenn auf dem Display eine Rufnummer erscheint, die scheinbar mit der Telefonnummer einer Polizeidienststelle übereinstimmt oder wie eine Notrufnummer aussieht

- die Anzeige kommt durch technische Manipulationen der Betrüger zustande, die tatsächlich von einem ganz anderen Anschluss anrufen.

-Niemals Geld oder Wertgegenstände überweisen oder Geld geben.

-Die angezeigte Rufnummer notieren und so schnell wie möglich Anzeige direkt bei der für den Wohnort zuständigen Polizeidienststelle erstatten.

-Die Polizei warnt immer wieder vor dieser dreisten Masche und bietet unter www.polizei-beratung.de Tipps und Informationen zum Schutz vor diesen Betrügern zum Download an.

-Weitere Informationen sowie einen anschaulichen Videoclip werden auch auf der Homepage https://ppreutlingen.polizei-bw.de zur Verfügung gestellt. (pol)


Das könnte Sie auch interessieren

Bayern wahren Chance auf Gruppensieg - 2:1 bei Anderlecht

Corentin Tolisso jubelt nach seinem Treffer zum 2:1 für die Bayern. Foto: Marius Becker

Brüssel (dpa) - Trotz der schwächsten Leistung unt... mehr»

Kalenderblatt 2017: 23. November

Tag für Tag finden Sie an dieser Stelle einen Rückblick auf Ereignisse, Anekdoten, Geburts- oder Sterbetage, die mit diesem Datum verbunden sind. Foto: dpa

Berlin (dpa) - Das aktuelle Kalenderblatt für den ... mehr»

Barca und Chelsea im Achtelfinale - Man United patzt

Lissabons Jonas (M) wird von den ZSKA-Spielern Bibras Natcho (l) und Aleksandr Golovin (r) attackiert. Foto: Gerardo Santos

Berlin (dpa) - Der FC Barcelona steht bereits eine... mehr»

Hauptbahnhof Halle bis 30. November gesperrt

Halle (dpa) - Der Hauptbahnhof in Halle in Sachsen... mehr»

Aktien New York Schluss: Dow im Minus

New York (dpa) - Vor Thanksgiving hat der Dow Jone... mehr»

Mitarbeiter gesucht!
  • Stellenanzeigen werden geladen...


Regionen

Wählen Sie Ihre Region

Karte mit einzelnen Regionen Tübingen Reutlingen Pfullingen Eningen Lichtenstein Über der Alb Neckar und Erms
Aktion

Zeitungspaten gesucht

Zeitung lesen macht schlau! Setzen Sie sich als Zeitungspate dafür ein, dass alle Kinder und Jugendlichen einen kostenlosen Zugang zur Tageszeitung haben.
lesen »
Aktuelle Beilagen