Stadtteilfest - In geselliger Runde sorgen Cheerleader im Orschel-Hagener Quartierszentrum für Begeisterung

Personen-Pyramiden auf dem Dresdner Platz

REUTLINGEN. Ins Jugendhaus ist Rauch eingedrungen, die Räume duften nach Gegrilltem und im Nebenraum proben die Cheerleader der »Dancing Shoes« ein letztes Mal vor ihrem Auftritt. Danach geht es runter auf die Bühne zum Dresdner Platz: dem Zentrum des Quartiers.

Dort sitzen an diesem Samstag viele Menschen beieinander - schwätzen, essen, trinken und bestaunen die Personen-Pyramiden, die die Tänzerinnen in vertrauens- und kraftvoller voller Teamarbeit »erbauen«. Ehe sie wieder ihre glitzernden Pompoms schwingen.

Unter den Akteurinnen: die kleine Nana, die ihren ersten Auftritt heute schon gut hinter sich gebracht hat und darauf mächtig stolz ist. »Weil mir die Garde so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt auch zu den Dancing Shoes«, sagt das fünfjährige Mitglied der sogenannten »Baby Shoes«, der jüngsten Kategorie unter den auftretenden Cheerleader-Gruppen.

Zwischen den Aufführungen des Tanzsportclubs DSR, der Schiller- und der Gutenbergschüler, erklingt aus den Lautsprechern leise Reggae-Musik von Bob Marley. Die Alteingesessenen, die um die 1960er-Jahre hier her gezogen sind, plaudern miteinander und tauschen Erinnerungen aus. Hier treffen sich langjährige Bekannte und Nachbarn, aber auch Menschen, die sich schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen haben.

Geselligkeit beim Viertele

»Was soll ich denn alleine zu Hause rumsitzen? Da komm ich doch lieber runter und trinke ein Viertele«, erklärt Ingrid Trapp. Prompt ist sie im Herzen Orschel-Hagens auf ihre Nachbarin getroffen. Ein redseliges Grüppchen hat sich seitdem auf einer Bierbank zusammengefunden.

Auch eine »wahre Reutlinger Institution« kommt herbei und setzt sich nebst Gattin Lydia dazu: Otto Bauders. Seine Konditorei hatte 30 Jahre lang jeden Sonntag hier auf dem Dresdner Platz geöffnet, verrät er. Wo einst sein Handwerksbetrieb war, wird inzwischen täglich Kebap verkauft. Hund »Emi«, der Vierbeiner einer der Gegenübersitzenden, fängt während der Gespräche an zu betteln - der Schweinebauch im Weckle, den das Jugendhaus serviert, duftet einfach zu lecker ...

Kurze Drähte liefen heiß

An diesem Fest haben sich einige ehrenamtliche Helfer beteiligt. Das Forum und die Interessensgemeinschaft Orschel-Hagen (Igeloh) haben wieder maßgeblich mitgewirkt. Stadträtin Edeltraut Stiedl ist dankbar für die »kurzen Drähte, die für das Fest heiß liefen«, wie sie sagt. Als Mitglied der Igeloh und auch als Organisatorin des Stadtteil-Festes sei sie äußerst glücklich über die gesellige Zusammenkunft und »die absolut schöne Atmosphäre«. Der Hausmeister des Jugendhauses Jugendhaus wird später wieder alle Biertischgarnituren wegräumen. »Die Bühnenprofis haben sogar Rabatt angeboten, wenn sich Helfer für den Abbau finden lassen«, erklärt er. (ise)

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