Betreuung - Arbeitskreis der Kleinkindergruppen erhält Fünfzig-Prozent-Stelle. Zwei Fachkräfte beraten Vorstände

Persönliche Beratung ist Trumpf

REUTLINGEN. Sie kümmern sich seit Jahren um insgesamt 21 Trägervereine, beraten, informieren und schlagen eine Brücke zwischen Stadt und Verein: die beiden Mütter Gundula Neuscheler und Carola Reinmuth. Gemeinsam wirken die Sozialpädagogin und Kommunikationswissenschaftlerin in der Kontakt- und Beratungsstelle des Arbeitskreises der Kleinkindergruppen Reutlingen. Von hier aus unterstützen sie die ehrenamtlich tätigen Vorstände der Trägervereine. Und weil sie das offensichtlich erfolgreich tun, wird ihre Arbeit jetzt von der Stadt mit einer 50-Prozent-Stelle honoriert. Fünf Frauen aus den Gruppen unterstützen Neuscheler und Reinmuth dabei als Vorstand.

Der Vorstand des AK Kleinkindergruppen im Bild (von vorn): Sabine Drews, Bettina Hermes, Carola Reinmuth, Gundula Neuscheler, Birgit Moczygemba und Bettina Noack. FOTO: PR
Der Vorstand des AK Kleinkindergruppen im Bild (von vorn): Sabine Drews, Bettina Hermes, Carola Reinmuth, Gundula Neuscheler, Birgit Moczygemba und Bettina Noack. FOTO: PR
Die Wurzeln der Kleinkinderbetreuung in Reutlingen sind in der jüngeren Vergangenheit verankert, berichtet Neuscheler: Die ersten »Zwergen«-Gruppen »wurden 1985 von engagierten Müttern und Vätern zur Selbsthilfe gegründet. Ihre Anliegen waren die Entlastung der Eltern und die Möglichkeit sozialer Kontakte mit Gleichaltrigen für die Kinder.« Betreuungsangebote für Kleinkinder gab es damals nur in Ausnahmefällen, viele Mädchen und Jungen bekamen erst im Alter von vier Jahren einen Kindergartenplatz.

Informelles Eltern-Forum

Der »Arbeitskreis der Kleinkindergruppen« existierte in Reutlingen seit knapp zwanzig Jahren als informelles Forum, in dem sich die Vorstände der Kleinkindergruppen austauschen und ihre Interessen formulieren konnten. Unlängst haben sich die Trägervereine von Kleinkindergruppen aus Reutlingen und dem nahen Umland (Pfullingen, Eningen, Wannweil) zusammengeschlossen und einen Dach-Verein gegründet. Gemein ist seinen Mitgliederclubs, dass sie zumeist aus Elterninitiativen entstanden sind und Betreuungszeiten zwischen sechs und 25 Stunden wöchentlich anbieten. Der Arbeitskreis der Kleinkindergruppen hat zwei Fachkräfte eingestellt, die sich in der Kontakt- und Beratungsstelle eine 50-Prozent-Stelle teilen. Finanziert wird sie von der Stadt Reutlingen.

In den vergangenen Jahren sind die Anforderungen an die Vorstände gestiegen. Die meisten Gruppen arbeiten mit mindestens zwei angestellten Fachkräften, viele Vereine betreiben mehr als eine Gruppe. »Wir beraten die Vorstände der Reutlinger Kleinkindergruppen in allen wichtigen Bereichen, sei es Personalführung, Vereinsrecht, Fragen zur Finanzierung oder zur Qualifizierung der Erzieherinnen«, so Neuscheler.

Häufige Wechsel

Die ehrenamtlich tätigen und häufig wechselnden Vorstände sind Eltern mit Fachwissen in den unterschiedlichsten Bereichen. Sie verantworten in ihrem Verein sämtliche Aufgaben der Betriebsführung. So fällt es einer Steuerfachkraft zwar leicht, die Gehaltsabrechnungen zu machen, doch die Antworten auf rechtliche Fragen muss sie sich erarbeiten - wohingegen Juristen in diesem Bereich natürlich glänzen, dafür aber wenig Ahnung von der Qualifizierung des pädagogischen Personals haben É Und an eben diesem Punkt kommen Gundula Neuscheler und Carola Reinmuth ins Spiel: Das Duo von der Kontaktstelle bietet persönliche, telefonische oder schriftliche Beratung für die Vorstände an.

Eine wichtige Aufgabe der Beratungsstelle ist darüber hinaus die Sicherung der Qualität in den Kleinkindergruppen. Sie bildet den Schnittpunkt zu öffentlichen Stellen und vertritt die Interessen der Reutlinger Gruppen in verschiedenen Gremien gegenüber der Stadt und dem Landkreis, sagt Reinmuth. Die Kooperation mit Stadtverwaltung und Jugendamt »ist positiv und produktiv«. (GEA)

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