Trinkwasser - Durchs Naherholungsgebiet verläuft eine Leitung, die ausgewechselt werden muss. Eingriffe in die Natur sollen so behutsam wie möglich verlaufen, betont Fair-Netz

Naherholungsgebiet: Leitung wird ausgetauscht

VON HANS JÖRG CONZELMANN

REUTLINGEN. Wer dieser Tage durch das Naherholungsgebiet Kreuzeiche spaziert, stolpert über eine blaue Kunststoffleitung entlang der Straße. Schon kursieren unter Hundebesitzern und Joggern Gerüchte, wonach es demnächst größere Erdbewegungen und starke Eingriffe in die Natur geben soll - halb so wild, beteuert die Fair-Netz GmbH.

FOTO: Jürgen Meyer
Anlass für die Bauarbeiten sei ein Leck in einer alten Wasserleitung, so die Betreiberfirma. Im Boden verläuft die Trinkwasserversorgung, die aus dem Wasserbehälter Alteburg gespeist wird. Bei dieser Versorgungsleitung handelt es sich offenbar um ein Gußteil aus den 70er-Jahren, an dem Schäden festgestellt worden seien. Aus wirtschaftlichen Gründen habe sich das Unternehmen entschlossen, die Versorgungsleitung auf rund tausend Meter Länge auszuwechseln.

Allerdings ist die blaue Kunststoffleitung noch nicht das Ende vom Lied, noch nicht einmal der Anfang. Sie ist lediglich ein Provisorium. Bis die neue Leitung in den Boden kommt und die alte Leitung ersetzt, werde die Versorgung über die oberirdisch verlaufende Leitung sichergestellt - eben die blaue Leitung entlang der Straße.

Die Baustelle dürfte die Sportpark-Besucher den ganzen Sommer über begleiten. Denn erst im Herbst soll die Maßnahme, die noch nicht einmal richtig begonnen hat, abgeschlossen sein. Begonnen wurde deshalb noch nicht, weil Fair-Netz auf eine Veranstaltung am Wochenende Rücksicht nehmen will, bei der die Baustelle im Weg wäre: Am Kreuzeiche-Stadion findet der »Albgold Winterlauf-Cup« statt. »Der Baubeginn wurde bewusst nach hinten verlegt«, sagt Pressesprecher Klaus Leibfritz, um das Sportereignis nicht zu behindert. Vorgesehener Anschluss der blauen Leitung ist die dritte Kalenderwoche, also ab 15. Januar.

Dass die Eingriffe so behutsam wie möglich sein sollten, versteht sich im Naherholungsgebiet von selbst. »Die FairNetz GmbH legt großen Wert darauf, mögliche Einschränkungen auf das Notwendigste zu begrenzen«, so Leibfritz. Allerdings könnten zum aktuellen Zeitpunkt »noch keine Angabe über den genauen Verlauf der zukünftigen Leitungstrasse gemacht werden«. Das heißt: Unter Umständen ist der neue Trassenverlauf nicht der alte. »Diesbezüglich ist die Planungsphase noch nicht abgeschlossen«, so Leibfritz. Der danach beginnen die richtigen Bauarbeiten. (GEA)

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