Wintersport - »Team GEA« räumt bei den Deutschen Ski-Meisterschaften der Journalisten in Tirol mächtig ab
Medaillen-Regen am Wilden Kaiser
Von Alexander Rabe
SÖLL/REUTLINGEN. Der Blick entschlossen, die Kanten messerscharf, die Muskeln voll angespannt: Als im Skigebiet »Wilder Kaiser« in Tirol der Startschuss zu den Deutschen Ski-Meisterschaften der Journalisten 2010 im Riesenslalom fiel, war jedem der neun Team-Mitglieder des Reutlinger General-Anzeigers der Erfolgshunger anzusehen. Und dieser Hunger wurde auch gestillt.
Einfach gut drauf: Der GEA-Alpin-Express kurz vor der Abfahrt. FOTO: GEA
Schon am Vortag des Rennens hatte »Team GEA« im mit 279 Pisten-Kilometern größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs fleißig trainiert. Riesenslalomschwünge standen auf dem Programm, nicht etwa Einkehrschwünge. Die richtigen Zerealien zum Frühstück hier, das spezielle Rennwachs vom Sportgeschäft da, die akribische Besichtigung des Kurses und die fulminante Anfeuerung der Teamkollegen am Start: Das GEA-Konzept ging auf - und wie.
Blitzstart für GEA-Alpin-Express
»Drei, zwo, oans, Start!« In der 61-köpfigen Konkurrenz von B wie Bad Reichenhaller Tagblatt bis R wie Rundfunk Berlin Brandenburg stürzten sich die Starter in den anspruchsvoll gesetzten Kurs am Astberg. Gleich die Startnummer 1 sorgte für den Reutlinger Alpin-Express für einen Auftakt nach Maß. Ulrike Oelkuch meisterte den Riesenslalom souverän und sicherte sich den Deutschen Meistertitel in ihrer Altersklasse. Und auch die anderen Reutlinger waren bestens auf die zwei Läufe vorbereitet.
Wie man den eng gesteckten Riesenslalom auch auf einem Brett und ohne Stöcke schnell durchfährt, zeigten Marion Schrade und Karin Dengel auf dem Snowboard. Gleich beide schafften den Sprung aufs Siegertreppchen und kehrten mit Silber- beziehungsweise Bronzemedaille nach Reutlingen zurück.
Rasender Reporter holt Titel
GEA-Topfahrer Hans Jörg Conzelmann setzte noch eins drauf. Der rasende Reporter carvte durch die Tore, als ob es nichts wäre, und sicherte sich in der Klasse M50 prompt den Deutschen Meistertitel. Der mit einer »Wildcard« ausgestattete Ex-GEA-Sportchef Christoph Fischer verblüffte seine Teamkollegen ebenfalls mit einer Top-Zeit und Rang 3 in seiner Klasse.
Dass die Reutlinger Truppe nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Breite stark besetzt war, konnte die ebenfalls starke Medien-Konkurrenz vom Start aus beobachten. Philipp Förder, Joachim Bräuninger und Alexander Rabe - alle bezwangen den Parcours in weniger als einer Minute, Rabe sicherte sich als letzter Starter des Wettbewerbs Platz 2 der M20-Konkurrenz, ehe die verausgabten Rennläufer-Körper bei einer zünftigen »Brettljausn« (der Schwabe nennt es Vesper) wieder aufgepeppelt wurden.
Joachim Bräuninger, Philipp Förder, Hans Jörg Conzelmann und Ina Radau gelang das so gut, dass sie am Tag nach dem Riesenslalom von der Piste in die Loipe wechselten und die GEA-Fahne auch beim Langlauf hochhielten. Joachim Bräuninger komplettierte die stattliche GEA-Medaillensammlung mit dem Deutschen Meistertitel in seiner Altersklasse und Rang 3 der Gesamtwertung.
»Ihr seid's oalle Sieger«, hatte die Chefin des Söller Ski-Journalisten-Domizils »Hotel Alpenschlössl« den Teilnehmern schon am Abend vor dem Riesenslalom eingebläut. Spätestens bei der Siegerehrung zeigte sich: Die Frau hatte Recht. Bei der Urkunden-, Medaillen- und Pokalvergabe feierten alle Starter ausgelassen die guten Leistungen, die tolle Organisation durch den Skiclub Deutscher Journalisten mit Ralf Scheuerer an der Spitze und natürlich die Titelträger. Allen Grund zur Freude gab es schließlich auch fürs »Team GEA«, denn das sicherte sich in der Mannschaftswertung die Deutsche Vizemeisterschaft. Und damit wäre das Ziel für die nächsten Titelkämpfe auch schon klar - die Verbesserung um einen Platz. (GEA)
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