Marienkirche - Rund 350 Schüler des List-Gymnasiums sangen und musizierten. Weihnachtsgeschichte im Chorgewand

Marienkirche: 350 Schüler musizieren

VON JÜRGEN SPIESS

REUTLINGEN. Wie bringt man 350 Schüler der Klassen 5 bis 7 für ein weihnachtliches Musizieren unter einen Hut? Am Montagabend gelang dies drei Chören und zwei Orchestern des Friedrich-List-Gymnasiums in der bis auf den letzten Platz gefüllten Marienkirche ganz hervorragend.

Schüler des Friedrich-List-Gymnasiums begeisterten die Besucher der Marienkirche. FOTO: SPIESS
Schüler des Friedrich-List-Gymnasiums begeisterten die Besucher der Marienkirche. FOTO: SPIESS
Das anderthalbstündige Programm umfasste sowohl Orchester- als auch Chorgesangseinlagen und war eingebettet in die Erzählung einer Weihnachtsgeschichte.

Den Anfang machte das Nachwuchsorchester des Friedrich-List-Gymnasiums mit einem klassischen Stück von J.B. Mouret sowie einem »Merry Christmas Potpourri«: Bei Stücken wie »Jingle Bells«, »God rest you merry gentleman« und »Merry Christmas« sprang der weihnachtliche Funke schnell über, und diese Stimmung setzte sich auch in den folgenden Beiträgen fort.

Im Anschluss präsentierte der gut 150-köpfige Chor der Klassen 5 ein weihnachtliches Singspiel von Ralf Grössler. Erzählt, gespielt und gesungen wurde die Geschichte des Räubers »Horificus« (Lilli Hermann, 5c), der mit seiner Räubertruppe den Stall von Bethlehem heimsucht, um die Geschenke, die die drei Weisen dem Jesuskind gebracht haben, zu rauben.

Josef (Julien Lang, 5d) und Maria (Karla Göppert, 5a) konnten die Räuber jedoch umstimmen und brachten sie zu neuen Einsichten: »Nein, kleinen Kindern tu ich nichts, das hab ich nie getan. Ach, dieses liebe Kindlein schaut mich so hilflos an«, sang Horificus. Einstudiert und gesprochen wurde das Singspiel von Margarete Wolf (5c), die musikalische Leitung übernahm Musiklehrerin Ursula Herrenbrück.

Danach folgte der große Auftritt des etwas kleineren Chors der Klassen 6, die Weihnachtslieder wie »Rudolph, the rednosed Reindeer«, »Jingle Bells« und »Amen siakudumisa« zum Besten gaben. Dazu lief ein verkleideter Knecht Ruprecht durch die Besucherreihen und verteilte Geschenkpakete.

Neben Weihnachtsliedern gab es vom Chor der Klassen 7 auch Gospelsongs (»This little light of mine«) und Populäres (»Halleluja« von Leonard Cohen) zu hören. Zuweilen traten dazu Solisten in den Vordergrund, aber meist waren es die Chormitglieder in ihrer Gesamtheit, die das Kirchenrund mit ihren Stimmen ausfüllten.

Zum Abschluss spielte ein weiteres Schülerorchester Peter Tschaikowskys Nussknacker-Suite und das Schlusswort blieb Schulleiter Reiner Linsenbolz vorbehalten.

Viel Beifall gab es am Ende für das weihnachtliche Musizieren der List-Schüler. Hier zeigte sich sinnbildlich, welche Eigendynamik die Begeisterung für Musik entwickeln kann: Denn Singen und Musizieren verbindet, stiftet Gemeinschaft und bereitet nicht zuletzt viel Freude. (GEA)



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