Wintersport - Kurz vor dem Saisonabschluss der TSG-Eislaufabteilung war noch mal ordentlich was los in der Eishalle

Kunst auf Kufen beim TSG-Abschluss

VON ISABELLE WURSTER

REUTLINGEN. Sie wirken schon richtig sicher, obwohl sie seit erst einem Jahr auf dem Eis unterwegs sind. Die jungen Eiskunstläufer gehören zur Gruppe der Sechs- bis Neunjährigen. Sie stecken Stürze locker weg und tanzen einfach weiter. Zum Lied »Wackelpo« schlittern die »Eismäuse« über die kalte Fläche, bremsen ab und schwenken ihre glitzernden Ballontutus.

Foto: Wurster
Foto: Wurster
Beim Abschluss-Schaulaufen der Eislaufabteilung der TSG Reutlingen, durften jedoch nicht nur sie ihr Können unter Beweis stellen.

»Diese Saison war klasse«, erklärt Susanne Kazmaier. Sie beobachtet ihre Tochter Amelie, die mit den Stuttgarter »United Angels« die Eisfläche betritt. Das Team nimmt an internationalen Wettbewerben teil und misst sich dort im kunstvollen Synchron-Eiskunstlauf. »Die Läufer kennen sich untereinander. So kam es auch zum Auftritt meiner Tochter gemeinsam mit den Novizinnen der United Angels«, verrät Rainer Kazmaier, stolzer Vater von Amelie.

Als »Eismaus« startet die Karriere

»Bis zu fünf Tage die Woche proben die Eiskunstläufer«, erklärt später Dirk Walker. »Um in die Kategorie Anfänger zu gelangen, braucht es etwa acht Jahre Training und viel Disziplin. Von Anfängern kann da eigentlich gar nicht mehr die Rede sein«, so der stellvertretende Spartenleiter. Die TSG hat aber weitere Unterkategorien, die den Läuferinnen einen Anreiz bieten, weiterzumachen. Als »Eismaus« startet die Karriere. Viele weitere Aufstiege müssen folgen, bis man an den wichtigen Meisterschaften teilnehmen kann. Das Highlight dieser Saison ist also unumstritten. »Das erste Mal waren fünf von uns bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften. Bisher waren es höchstens ein bis zwei pro Jahr, die sich dafür qualifizieren konnten«, so Kazmaier. Auch beim Städtevergleich des Joachim-Schilling-Pokals hat die TSG-Eislaufabteilung dieses Mal Rand drei belegt.

Das Schaulaufen während des Reutlinger Weihnachtsmarktes beim Albtorplatz sei aber sein persönliches Highlight gewesen, so Walker. Dort sind zwei der Sechsjährigen miteinander als Paartänzer aufgetreten. Diese hätten die Herzen aller Zuschauer erobert. Bei dem führenden Part handelte es sich übrigens um den einzigen Jungen der Eislaufabteilung.

Nach dem Achalm-Cup am 2. April ist die Saison vorbei. Pause bis Oktober bedeutet das allerdings nicht. In der Zwischenzeit wird an der Kondition gearbeitet, Ballett und Trockenübungen stehen zudem auf dem Trainingsplan. Zur Not gibt's auch eine Ausweichmöglichkeit in die Eishallen bei Balingen oder Stuttgart. Dort ist auch im Sommer Eiszeit. (GEA)

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