Messe - Aus »Handwerk im Zirkuszelt« wird am 6. und 7. Mai auf den Bösmannsäckern »Handwerk Energie Zukunft«

Kontaktbörse setzt neue Akzente

VON ANDREAS DÖRR

REUTLINGEN. Eine Veranstaltung, die sich zehn Jahre bewährt hat, muss nicht gänzlich neu gedacht werden. Aber man darf neue Akzente setzen: Gestern stellte die Kreishandwerkerschaft (KHS) das Konzept für die Messe »Handwerk Energie Zukunft« vor, die am 6. und 7. Mai auf den Bösmannsäckern über die Bühne geht.

FOTO: Andreas Dörr
»Es handelt sich um die Fortführung der seitherigen Messe Handwerk im Zirkuszelt«, sagte Kreishandwerksmeister Dieter Laible. In Kooperation mit den Reutlinger Energietagen schreibt die elfte Auflage dieser Fachmesse eine erfolgreiche Veranstaltung fort, indem neue Akzente und Schwerpunkte gesetzt werden. »Die Fortführung gilt sowohl hinsichtlich der Partner als auch der Inhalte«, sagte Dieter Laible. Traditionelles und Bewährtes werde übernommen, neue Inhalte mit neuen Themenschwerpunkten kommen hinzu. So werde das gesamte Spektrum von Bauleistungen und Materialien für den Neu- oder Ausbau vom Boden bis zum Dach abgebildet. »Gleiches gilt für das Thema Energie sparen, sowohl was die umweltschonende Energieerzeugung als auch deren effiziente Verwendung angeht.« In den Mittelpunkt der zweitägigen Messe soll aber auch die Mobilität, respektive die alternativen Antriebe rücken. »Wir stellen die gesamte Bandbreite sowohl für Kraftfahrzeuge als auch für Zweiräder vor« – vor dem Hintergrund ständig steigender Feinstaubwerte ein immer wichtiger werdender Markt.

Langjähriger Messepartner der Kreishandwerkerschaft ist die Fair-Energie. Der Reutlinger Energieversorger nutzt die Energietage – die zeitgleich auf den Bösmannsäckern stattfinden – um den Verbrauchern analog zu den Handwerksbetrieben ein breites Spektrum energietechnischer Möglichkeiten zu präsentieren: vom Ausbau der Fernwärmeleitungen bis zum Solarpachtmodell. »Die Kunden können mit diesem Modell selbst Strom erzeugen, ohne sich teure Solaranlagen kaufen zu müssen«, sagte Günter Stumpfernagel, Leiter Handel- und Erzeugung bei der Fair-Energie. »Und wie in den Jahren zuvor wird auch die Elektromobilität eine wichtige Rolle spielen.«

»In den vergangenen Jahren haben sich im Schnitt etwa 100 Aussteller zur Messe angemeldet«, sagte KHS-Geschäftsführer Ewald Heinzelmann. »Und schon heute haben wir bereits 50 Anmeldungen.« Im Boot ist auch die Klimaschutzagentur, die den Besuchern »Energiehäppchen« servieren will. »Wir wollen darüber informieren, welche Möglichkeiten es in Reutlingen in Sachen Klimaschutz gibt«, sagte Klimaschutzmanager Ralf Bültge-Bohla.

Sowohl die Messe Handwerk Energie Zukunft als auch die Energietage seien das Gemeinschaftswerk mehrerer Partner, sagte Dieter Laible. Neben der Stadt Reutlingen, der Fair-Energie und der Kreissparkasse ist der Reutlinger General-Anzeiger bewährter Partner einer Messe, die im Schnitt je nach Witterung zwischen 5 000 und 10 000 Besucher lockt. »Die Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft läuft seit Jahren hervorragend«, sagte GEA-Anzeigenleiter Stephan Körting. Folgerichtig sei deshalb, dass diese Zusammenarbeit weiter forciert wird. So soll die vom Reutlinger General-Anzeiger verantwortete Messezeitung deutlich ausgebaut werden und Magazincharakter erhalten. »Das Magazin greift Messethemen auf und vertieft sie«, sagte Stephan Körting. »Darüber hinaus sollen in dem Magazin Informationen insbesondere zu alternativen Antriebskonzepten enthalten sein«, sagte Dieter Laible.

»Das Magazin greift Messethemen auf und vertieft sie«
 
Ganz bewusst habe man den Fachmessencharakter beibehalten, sagte Ewald Heinzelmann. Im Gegensatz zu einer reinen Verkaufs- oder Publikumsmesse werde der Fokus gelegt auf Beratungsgespräche. »Und die brauchen Zeit, weil die Themen beratungsintensiv sind.« Die Messe fungiere demnach als Impulsgeber und Kontaktbörse, als Ort, an dem es gebündelt Informationen aus erster Hand gibt. »Das Eigentliche passiert nach der Messe«, sagte Günter Stumpfernagel. Die Kreishandwerkerschaft, die sich die Messe zwischen 100 000 und 200 000 Euro kosten lässt, will trotz der Neustrukturierung auch an Bewährtem festhalten. So wird erneut ein Zelt aufgebaut, in dem die Lehrabschlussfeier über die Bühne geht. Darüber hinaus bleibt der Eintritt auch bei der elften Auflage frei. (GEA)

www.handwerkenergiezukunft.de

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