Stadtmarketing - Am 16. Januar startet der Markenbildungsprozess mit einer Auftaktveranstaltung in der Stadthalle

Jetzt sind die Reutlinger gefragt

VON ROLAND HAUSER

REUTLINGEN. Hamburg hat die Reeperbahn, den »König der Löwen«, das Miniatur-Wunderland, seinen Hafen - und jetzt auch noch die Monate im Voraus ausverkaufte Elbphilharmonie, die in kürzester Zeit zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands avancierte. Und obwohl man sich fragen mag, wozu es da noch professioneller Hilfe bedarf, hat Hamburg einen Markenberater - und zwar denselben, den nun auch die Stadt Reutlingen beauftragt hat: Brandmeyer.

FOTO: Uschi Pacher
Dass die Brandmeyer Markenberatung ihren Sitz in Hamburg hat, ist nur ein Randaspekt - zu ihren Referenzkunden zählen auch Städte wie Köln, Bielefeld, Dresden oder Mannheim, von »echten« Marken wie Tesa, Dr. Oetker oder König Pilsner mal ganz abgesehen.

Beim von Oberbürgermeisterin Barbara Bosch angestoßenen Reutlinger Markenbildungsprozess geht es darum, das Profil der Stadt zu schärfen und ihre Stärken hervorzuheben: »Wofür steht Reutlingen heute?«, lautet die zentrale Frage, und um das herauszubekommen, bildet eine umfangreiche Befragung von Bürgern sowie Institutionen oder Unternehmen, die mit Reutlingen zu tun haben, das Kernstück der nun beginnenden ersten Projektphase.

Nichts Neues erfinden

»Und wenn wir das einmal auf dem Tisch haben«, sagte OB Bosch im GEA-Interview vom 14. Dezember, »kann man anschließend über Marketingkonzeptionen nachdenken, die darauf aufsetzen.« Es gehe also nicht darum »etwas Neues zu erfinden«, sondern darum, die wissenschaftlich erhobenen Reutlinger Stärken »ins Schaufenster zu stellen.«

Bei einer ebenso informativen wie unterhaltsamen Auftaktveranstaltung in der Stadthalle am Dienstag, 16. Januar, um 18.30 Uhr wollen Barbara Bosch und Peter Pirck von der Brandmeyer Markenberatung das Reutlinger Projekt vorstellen.

Auf die - auch in Leserbriefen und auf Facebook gestellte - Frage, warum eine Hamburger Firma mit der Reutlinger Markenbildung beauftragt wurde, antwortet der Leiter des städtischen Presseamts, Wolfgang Löffler, mit einer Gegenfrage: »Warum nicht?« Die Stadtverwaltung habe den Markt der Beratungsfirmen für diese Aufgabe gründlich studiert und bei Städten, die einen Markungsbildungsprozess durchlaufen haben, nachgefragt und dabei auch die Referenzen überprüft. »Es hat sich gezeigt, dass es nur wenige Beratungsfirmen gibt, die eine auf breiter Basis angelegte Markenanalyse anbieten und begleiten können«, sagt Löffler: »Wesentlichstes Auswahlkriterium war, dass die angebotene Methodik eine umfassende Beteiligung und Einbeziehung der Reutlinger Bürgerschaft garantiert.«

Die Verwaltung habe dann vier Firmen angeschrieben, von denen drei ein Angebot abgaben, aber nur eine - Brandmeyer - die Auswahlkriterien vollständig erfüllte. »Die Inhalte für die Markenanalyse liefern wir selbst«, betont der Pressesprecher: »Die Reutlinger bestimmen das Profil ihrer Stadt, sie sagen, wie sie ihre Stadt sehen und was sie an ihr schätzen.« Brandmeyer sei zuständig für das wissenschaftliche Know-how, für die Methodik eines solchen Prozesses und die Auswertung der Daten. (GEA)

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