Projekt - Der Pausenhof der Gutenberg-Schule in Orschel-Hagen ist für 30 000 Euro neu gestaltet worden

Jede Menge Platz zum Toben in Orschel-Hagen geschaffen

VON ANDREAS DÖRR

REUTLINGEN. »Bewegung fördert auch kognitive Fähigkeiten«, sagte Roland Köhler, Schulleiter der Gutenberg-Schule in Orschel-Hagen, gestern bei der Vorstellung des neu gestalteten Schulhofs. Seine Schüler haben dazu jetzt jede Menge Möglichkeiten. Zu den vorhandenen Sportmöglichkeiten wie einem Fußballfeld, einer Kletterwand oder einem Basketballkorb können sie sich jetzt auf einer Nestschaukel, auf einer Drehscheibe oder an einer Tischtennisplatte austoben. Auch ein Kletterparcours aus Robinienholz ist entstanden. Schüler der Klasse 9 haben beim Bau kräftig geholfen. »Die alten Geräte waren in die Jahre gekommen«, sagte Roland Köhler.

Beim Bau des Kletterparcours? aus Robinienholz haben Schüler der Klasse 9 kräftig Hand angelegt.
Beim Bau des Kletterparcours’ aus Robinienholz haben Schüler der Klasse 9 kräftig Hand angelegt. FOTO: Andreas Dörr

Zusammenarbeit trägt Früchte

Die Neugestaltung des Außenbereichs erfolgte im vergangenen Jahr unter Federführung von Projektleiter Georg Frey, stellvertretender Fachgebietsleiter bei der städtischen Grünflächenplanung, im Rahmen der Sportentwicklungsplanung. Sie wurde 2008 mit dem Ziel in Angriff genommen, Organisationsformen und die Sport- und Bewegungsräume zu optimieren und zukunftsgerecht zu gestalten. Mit im Boot war von Anfang an die Arbeitsgemeinschaft Reutlinger Sportvereine (ARS) – eine Zusammenarbeit, die bis heute Früchte trägt, wie Jutta Fundel, seit drei Jahren hauptamtliche ARS-Geschäftsführerin, bestätigt. Rund 80 Maßnahmen wurden damals angedacht, fünf davon mit oberster Priorität.

Wichtiger Punkt neben der Ausstattung von Kindertageseinrichtungen mit Bewegungsbaustellen oder der Lückenschluss im Radwegenetz ist die Gestaltung von bewegungsanregenden Schulen. Los ging's 2012 mit der Gerhart-Hauptmann-Schule und der Hohbuchschule, die ebenfalls neue Spielgeräte bekamen. Es folgten im Jahr darauf die Hofschule in Altenburg oder 2015 die Eduard-Spranger-Schule. Pro Jahr stehen für die Neugestaltung der Schulhöfe 30 000 Euro zur Verfügung, eine Summe, die auch an der Gutenberg-Schule investiert wurde.

»Es geht dabei nicht allein um den sportlichen Hintergrund«, sagte Uwe Weber, Leiter des Amtes für Schulen, Jugend und Sport. Denn nicht nur für das Körperliche ist Sport von großer Bedeutung. Auch die emotionale, intellektuelle und soziale Entwicklung wird durch ausreichend Bewegung gefördert. »Und je früher mit Sport begonnen wird, umso nachhaltiger ist seine Wirkung«, sagte Uwe Weber.

Die Schüler, die in der Gutenbergschule lernen, kommen nicht nur aus der Gartenstadt, sondern auch aus Degerschlacht, Sickenhausen, Altenburg, Rommelsbach, Oferdingen, Sondelfingen, Reicheneck und Mittelstadt. Und einige sind in Walddorfhäslach, Pliezhausen oder Eningen zu Hause. Die Gutenberg-Schule gibt es seit 1978. Etwa 100 Schüler mit Lern- und/oder Entwicklungsverzögerungen in den Klassen 1 bis 4 und 5 bis 9, die im gemeinsamen Lernprozess dauerhaft ins Hintertreffen geraten sind, oder in Gefahr sind, auf längere Zeit den Anschluss in der allgemeinen Schule zu verlieren, werden von annähernd 30 Lehrern unterstützt. (GEA)

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