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07.02.2012

Unterricht - Theodor-Heuss-Schule bietet nach den Sommerferien bilinguales Profil »Internationale Wirtschaft« an

Reutlingen

Internationales Abitur an der Theodor-Heuss-Schule

REUTLINGEN. Die Globalisierung schreitet voran, weltweit werden wirtschaftliche Verflechtungen enger und für ein erfolgreiches Studium und Berufsleben werden deshalb profunde Fremdsprachenkenntnisse immer wichtiger. Die Theodor-Heuss-Schule (THS) reagiert darauf mit einem neuen Angebot: Sie richtet ab kommendem Schuljahr am Wirtschaftsgymnasium eine bilinguale Klasse mit dem Profil »Internationale Wirtschaft« ein, die mit dem »Internationalen Abitur Baden-Württemberg« abschließt.

Erfolgreiche Debattanten der THS räumten jüngst Pokale ab. FOTO: PR
»Wir sind in ständigen Gesprächen mit Eltern, unseren Partnerbetrieben in der Region und ehemaligen Schülern; daher kennen wir die sich verändernden Bedingungen und Anforderungen, die unsere Abiturienten nach der Schule in der Wirtschaft und an den Universitäten erwarten«, sagt Horst Kern, Schulleiter der THS. »Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt, diese Schulart neben dem herkömmlichen Wirtschaftsgymnasium für unsere Schüler anbieten zu können.«

An der THS gab es bereits in der Vergangenheit ein breites Fremdsprachenangebot: Englisch, Italienisch und Spanisch sowie Französisch für Anfänger und Fortgeschrittene. Seit 2008 kann auch Chinesisch als Arbeitsgemeinschaft im Wahlbereich gewählt werden. Früchte dieser sprachlichen Extras: Reutlingens Wirtschaftsgymnasiasten konnten unlängst beim englischsprachigen Debating-Contest dieses Schultyps in Waiblingen alle drei Pokale mit nach Hause nehmen. Das neue bilinguale Profil baut auf den positiven Erfahrungen mit dem bisherigen Neigungsfach »Global Studies« auf. Es wendet sich an Schüler, denen es wichtig ist, international ausgerichtete wirtschaftliche, interkulturelle und fremdsprachliche Kompetenzen zu erwerben. Im Lehrplan findet dies seinen Niederschlag darin, dass bis zum Abitur mindestens neun Wochenstunden der Profilfächer »Internationale Wirtschaft« und »Ökonomische Studien« sowie im Wahlpflichtfach »Global Studies« in englischer Sprache unterrichtet werden.

Zur Verstärkung der Fremdsprachenkompetenz müssen die Bewerber, die das neue Profil wählen, eine zusätzliche Fremdsprache belegen. Wie bereits bisher im Rahmen des Faches »Global Studies« sollen sie an einem Schüleraustausch und an einem mehrwöchigen Auslandspraktikum teilnehmen. Darüber hinaus wird die in den vergangenen Jahren bereits sehr erfolgreiche Teilnahme der Schule an Debating-Wettbewerben fortgesetzt, erklärt die zuständige Abteilungsleiterin für das Wirtschaftsgymnasium, Traudel Gerstlauer.

Chance für die Schüler

Die Lehrplaninhalte sind im Fach »Internationale Wirtschaft« zu rund zwei Dritteln identisch mit denen des herkömmlichen WG-Profils »Wirtschaft«. Darüber hinaus werden verstärkt Aspekte der internationalen Wirtschaft thematisiert. Das Fach »Ökonomische Studien« behandelt vor allem volkswirtschaftliche Themen mit internationalem Bezug: Außenhandel zum Beispiel oder nachhaltige Entwicklungen. Gerstlauer sieht im neuen Profil eine Chance, bisherige schulische Angebote weiterzuentwickeln und junge Menschen auf die Anforderungen einer zusammenwachsenden und zusammenwirkenden Wirtschaft vorzubereiten. (GEA)

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