Reutlingen
Bauarbeiten - Der zweite Bauabschnitt im Gebiet »Gumpperweg/Betzenried« steht kurz vor dem Abschluss. Im März 2011 geht die »Innere Erschließung« in die dritte Runde

Im Schatten der Achalm

Von Andreas Dörr

REUTLINGEN. Das Bebauungsplanverfahren zur Erschließung des etwa 360 Hektar großen Gebietes im Betzenried zwischen dem Wöhrwoldweg im Norden und der August-Lämmle-Straße im Süden wurde 1986 eingeleitet und hat nichts zu tun mit dem Bau des Achalmtunnels.

Stattdessen geht es um Kanalsanierung, um Straßenbau, um den Neubau von Regenwasserkanälen und die Verlegung von Versorgungsleitungen in einem Wohngebiet im Schatten der Achalm, in dem noch bis Ende des nächsten Jahres die Bagger dröhnen.

Günter Kaiser (links) und Gerd Riehle vom Amt für Straßen, Umwelt und Verkehr erläuterten die Baumaßnahmen. GEA-FOTO: DÖRR
Günter Kaiser (links) und Gerd Riehle vom Amt für Straßen, Umwelt und Verkehr erläuterten die Baumaßnahmen. FOTO: Andreas Dörr
Bereits 2001 rückten erstmals die Maschinen an, um Kanäle zu verlängern oder um die Kanalisation in der Otto-Johannsen-Straße zu erneuern (Baubeginn 2003). 2008 nahm das städtische Amt für Straßen, Umwelt und Verkehr die innere Erschließung des Gebietes in einem ersten Bauabschnitt in Angriff. Diese Baukosten beliefen sich auf 1,9 Millionen Euro. Jetzt geht bereits der zweite Bauabschnitt in die Schlussphase.

Winter wollte nicht weichen

Im Mittelpunkt standen dabei der Neubau des Eninger Wegs bis zum HAP-Grieshaber-Weg samt zusätzlichem Regenwasserkanal und Gehweg sowie der Neubau des Alfred-Schradin-Wegs und der Neubau des Stichwegs zur Villa Schradin. Auch die Kanalisationsarbeiten oberhalb des Gumpperweges zählten zu den Maßnahmen, die im September des vergangenen Jahres begannen und die Anfang November fertig sein sollen. Zurzeit verlegt die Fair-Energie in der August-Lämmle-Straße Leitungen.

Wie schwierig die Topografie in diesem Baugebiet mitunter ist, zeigt sich eindrucksvoll zwischen Eninger Weg und HAP-Grieshaber-Weg, wo sich Bagger derzeit in einen steilen Hang graben.

Dass die Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts länger gedauert hat als ursprünglich geplant, lag aber nicht am Gelände, sondern am vergangenen Winter, der dem Frühling nicht weichen wollte.

Die Kosten für diesen Bauabschnitt belaufen sich auf annähernd 1,5 Millionen Euro, sagten gestern Günter Kaiser, stellvertretender Leiter vom städtischen Amt für Straßen, Umwelt und Verkehr und sein Mitarbeiter Gerd Riehle bei einem Pressetermin vor Ort.

Von März bis November 2011 wird der Gumpperweg ausgebaut. Dann ist das Projekt »Innere Erschließung« abgeschlossen. Die Gesamtkosten für alle drei Bauabschnitte belaufen sich auf etwa 4,6 Millionen Euro. Die Anlieger müssen allerdings je nach Größe ihrer Anwesen einen finanziellen Teil beitragen. (GEA)


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