GEA-Medizinforum - Gemeinsamer Infoabend mit Reutlinger Kreiskliniken rund ums Thema Geburt in der Listhalle
Gut vorbereitet auf das Baby
Von Andrea Anstädt
REUTLINGEN. Das Medizinforum macht wieder Station in der Reutlinger Listhalle. Am Dienstag, 23. März, informieren die Experten zum Thema Geburt. Unter die interessierte Zuhörerschaft könnten sich dieses Mal auch einige Neugierige mischen, denn auf dem Podium wird auch der neue Chefarzt der Kinderklinik Platz nehmen, Privatdozent Dr. Peter Freisinger.
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Außerdem mit als Experten dabei: Privatdozent Dr. Peter Kristen, Chefarzt der Frauenklinik am Steinenberg-Klinikum, die leitende Hebamme Kerstin Rambow sowie der Reutlinger Frauenarzt Dr. Bernhard Müller. Die Moderation übernimmt GEA-Lokalchef Roland Hauser.
»Auf dem Weg ins Leben« - der griffige Untertitel des Medizinforums zeigt bereits, dass das Augenmerk des Abends auf der Geburt liegt, aber auch berücksichtigt, welche Bedeutung heutzutage der Schwangerschaft beigemessen wird. In kurzen, kompakten Sequenzen werden die Mediziner in die Themenbereiche Schwangerschafts-Betreuung, moderne Geburt, Kaiserschnitt und Frühgeborene einführen. Zwischen den Kurzvorträgen haben die Zuhörer in der Listhalle Gelegenheit, den Experten ihre Fragen zu stellen.
»Früher haben die Frauen ein Kind bekommen, heute bereiten sich die Paare in der Regel intensiv auf die neue Lebensphase vor«, ist auch die Erfahrung von Catrin Schmidt, der Leiterin der Entbindungsstation im Reutlinger Steinenberg-Klinikum. Bezeichnend: Die schwangeren Frauen kommen mittlerweile wesentlich besser informiert in die Klinik. Dies zeige sich auch immer wieder in den Kursen der Elternschule Reutlingen, die Schmidt zusammen mit ihrer Kollegin Katrin Oswald vor rund acht Jahren ins Leben gerufen hat.
Damals gab es immer viele Nachfragen rund ums Thema Geburt. Die Frauen waren unsicher, worauf sie während der Schwangerschaft zu achten hatten, wollten wissen, wie sie sich am besten auf die Geburt vorbereiten sollten oder wie sie ihren Nachwuchs mit Massagen und anderen Dingen verwöhnen könnten. »Der Bedarf war da, und wir haben damit begonnen, ein Paket mit sinnvollen Kursen zu schnüren, die das Informationsdefizit der Schwangeren und jungen Mütter decken konnten«, erinnert sich Katrin Oswald.
Der Erfolg gab den beiden Recht. Momentan werden rund 5 000 Kursteilnehmer im Jahr gezählt, Tendenz steigend. Kein Wunder, dass das Organisationsteam frt Elternschule vor einiger Zeit um Kinderkrankenschwester Melanie Roth verstärkt wurde.
Auch wenn heute die Schwangeren wesentlich besser informiert sind, haben die »Kursklassiker« der Elternschule - wie Geburtsvorbereitung, Säuglingspflege, Rückbildung, Zahnhygiene oder Notfälle - nichts von ihrer Attraktivität verloren. Gut besucht sind auch immer die Informationsabende mit anschließender Kreißsaalführung, die jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat angeboten werden.
Außerdem versuchen Catrin Schmidt, Katrin Oswald und Melanie Roth, die Attraktivität der Elternschule durch das Angebot neuer Themen hochzuhalten. »Auf Nachfrage nehmen wir auch gerne weitere Kurse ins halbjährlich wechselnde Programm auf, vorausgesetzt, wir finden das Thema passend und sinnvoll«, sagt Catrin Schmidt.
Neu hinzugekommen sind so beispielsweise Kurse, die Hilfestellung geben bei der Flut von Formularen, die mit einem neuen Erdenbürger von den Eltern ausgefüllt werden müssen. Ganz neu ist auch ein Lehrgang, der sich mit den Aspekten Kindergeld oder Versicherungen beschäftigt. »Ehrlich gesagt war ich hier etwas skeptisch, aber beim ersten Abend waren doch 25 Eltern da«, gesteht Katrin Oswald.
Ausstellung in der Listhalle
Wer sich einen Überblick über das umfangreiche Kursangebot machen will, hat dazu auch beim Medizinforum in der Listhalle Gelegenheit, wo die Elternschule bei der Ausstellung von Fachfirmen mit einem Informationsstand vertreten sein wird (16 bis 19 Uhr). (GEA)