Hochschule - Reutlinger Informatik-Studenten entwickeln Trainings-Software für Stuttgarter Hockey-Bundesligisten
Gradmesser für sportliche Entwicklung
REUTLINGEN. Studenten der Fakultät Informatik an der Hochschule Reutlingen haben eine spezielle Trainings-Software für den Hockey-Bundesligisten HTC Stuttgarter Kickers entwickelt. Mit dem Programm ist es laut Pressemitteilung der Hochschule dem Bundesligisten jetzt möglich, die Trainingseinheiten der Spieler besser zu analysieren.
Das von den Reutlinger Studenten entwickelte Programm sei in seiner Art einzigartig, so die Hochschule. Selbst der Hockeyverband verfüge, sagt der Trainer der Bundesligamannschaft, Nicolai Danne, nicht über eine entsprechende Software und auch die anderen Bundesligisten haben seines Wissens keine vergleichbare Trainingsgrundlage.
Entstanden ist die Zusammenarbeit zwischen der Fakultät Informatik an der Hochschule Reutlingen und dem Bundesligisten eher zufällig. Am Rand des Herbstseminars der Wirtschaftsinformatik an der Fakultät erfuhr Professor Armin Roth vom Finanzvorstand des Vereins, Dr. Michael Gorritz, dass die Bundesligisten keine entsprechende Trainingssoftware hätten. Roth startete daraufhin mit sieben Studenten das Projekt an der Fakultät.
Im Training erprobt
Zunächst trafen sich die angehenden Informatiker mit Nicolai Danne und beobachten die Trainingseinheiten. Gemeinsam legten sie fest, welche Leistungen wie erfasst und analysiert werden sollten. Danach machten sich die jungen Studenten ans Programmieren. Immer wieder wurden dabei die einzelnen Schritte abgesprochen und neue Komponenten des Programms im realen Training erprobt.
Durch die intensive Zusammenarbeit zwischen den Studenten einerseits und den Sportlern und dem Trainer andererseits entstand schließlich eine Software, die »ideal auf das Training der Hockey-Bundesligaspieler der Stuttgarter Kickers abgestimmt ist«, wie es in der Pressemitteilung heißt.
Erfasst werden durch das Programm sämtliche sportlichen Daten, wie Schnelligkeit im Spurt, Beweglichkeit, Reaktionsschnelligkeit und grundsätzliche Fitness. Hinzu kommen Basisdaten wie etwa das Körpergewicht. Alle Daten lassen sich individuell auswerten und vergleichen. Zudem lässt sich das Programm auch im Nachhinein verändern und kann so geänderten Trainingsbedingungen angepasst werden.
Trainer Nicolai Danne sieht in dem Programm der Reutlinger Studenten eine gute Ergänzung zu seiner bisherigen Arbeit. Mittels der individuellen Auswertung könne er jetzt die Trainingsabläufe dem jeweiligen Sportler exakt anpassen. »Ich und auch die Sportler selbst sehen endlich, wo sie stehen, welche Stärken und Schwächen sie haben und wie ihre sportliche Entwicklung ist, auch im Vergleich zu den Mitspielern«, so Trainer Nicolai Danne. Die exakte Analyse helfe ihm zudem bei der Taktik und Mannschaftsaufstellung, denn dank der neuen Trainings-Software könne er die Spieler genau dort einsetzen, wo sie ihre Stärken haben. (pr)
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