GEA-Medizinforum - Gemeinsamer Infoabend mit Kreiskliniken über moderne Behandlung von Knochenbrüchen
GEA-Medizinforum: Gips war gestern
Von Andrea Anstädt
REUTLINGEN. Es gibt viele Auslöser für einen folgenreichen Sturz - vom Glatteis über die berüchtigte Bananenschale, vom Sport bis hin zum Fehltritt auf der Leiter. Gerade im Ermstal zeigt sich zur Zeit der Obsternte eine bemerkbare Steigerung der Zahl von Patienten, die mit Knochenbrüchen in die Orthopädie der Ermstalklinik eingeliefert werden, so die Erfahrung des leitenden Oberarztes Dr. Bernd Goller.
Dabei ist vor Stürzen keiner gefeit. Zu den Patienten zählen Kinder ebenso wie Senioren, Männer und Frauen, wobei das Alter bei der Wahl des Therapieverfahrens eine entscheidende Rolle spielt. Und ein einziger Fehltritt kann bereits zu einer komplizierten Fraktur führen. Doch wie werden die Knochenbrüche heute in der modernen Medizin behandelt?
Pflaster, Kunststoff, OP
Je nach Art der Fraktur geht die Wahl der Behandlung vom Pflasterverband - etwa im Falle eines verletzten Zehs - über bunte Castverbände aus Kunststoff bis hin zur Operation eines komplexeren Bruchs. Schwierige Frakturen können heutzutage auch minimal-invasiv, das heißt über eine Schlüssellochtechnik operiert werden. Damit eine Korrektur von Brüchen nicht verrutscht, werden beispielsweise winkelstabile Implantate verwendet.
Ziel jedes Therapieverfahrens ist es immer, die Patienten möglichst früh zu mobilisieren. Mit der wichtigen Phase der Rehabilitation soll die Funktionsfähigkeit beispielsweise des Armes oder des Beines schnell wieder zurückgewonnen werden. Ein wichtiger Punkt für Arbeitnehmer, um die Fehlzeiten am Arbeitsplatz überschaubar zu halten. Aber gerade auch für Senioren ist die aktivierende Pflege enorm wichtig zum größtmöglichen Erhalt der Selbstständigkeit im Alltag.
Alternative Methoden
Doch wie werden denn nun Knochenbrüche in der modernen Medizin genau behandelt? Was kommt alternativ zum klassischen Weißgips zum Einsatz, der immer weniger verwendet wird? Wie wird der betroffene Arm, die Hüfte oder das Bein schnell wieder funktionstüchtig? Darüber informiert das nächste gemeinsame Medizinforum von Reutlinger General-Anzeiger und den Kreiskliniken. »Moderne Behandlung von Knochenbrüchen bei Jung und Alt« ist der Informationsabend am Donnerstag, 22. März, um 19 Uhr im Haus des Gastes in Bad Urach überschrieben.
Spannendes Thema
Ein spannendes Thema, das die Ärzte im Haus des Gastes als Schwerpunkt des Medizinforums gesetzt haben. Sie informieren dabei in ihren Kurzvorträgen über moderne OP-Verfahren ebenso wie über chirurgische Therapien und auch spezielle operative Maßnahmen. Ein Akzent liegt auf den Besonderheiten bei der Altersmedizin und auch die Etappe der Rehabilitation ist ein wichtiges Thema an diesem Informationsabend.
Auf dem Podium nehmen Platz: der Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie der Kreiskliniken Reutlingen Dr. Klaus Kolb, der leitende Oberarzt der Ermstalklinik Bad Urach, Dr. Bernd Goller, sowie sein Kollege Dr. Klaus Wild, leitender Arzt der Altersmedizin, und Dr. Johannes Theil, leitender Oberarzt der Fachkliniken Hohenurach. Die Moderation des Abends übernimmt GEA-Marketing-Mitarbeiterin Iris Goldack.
Die Mediziner sind angehalten, knapp aber anschaulich in ihre Themen einzuführen, den Hauptpart - das ist die bewährte Besonderheit des Medizinforums - hat immer das Publikum. Die Gäste haben die Gelegenheit, den Ärzten auf dem Podium zwischen den einzelnen Kurzreferaten ihre ganz persönlichen Fragen zu stellen.
Im Vorfeld des Medizinforums wird außerdem ab 17 Uhr im Haus des Gastes eine Ausstellung mit Fachfirmen organisiert, bei der sich die Besucher über verschiedenste Aspekte des Themas informieren können.
Auf dem Fragen-Coupon (siehe Download-Link) haben GEA-Leser zudem die Möglichkeit, ihre knapp formulierten Fragen bereits vorab zu stellen. Die Fragen werden an die Mediziner weitergeleitet. Ihre Antworten fließen später in die Nachberichterstattung über das Medizinforum ein. (GEA)
Wohin mit dem Coupon
Der ausgedruckte Fragen-Coupon kann bis einschließlich Donnerstag, 1. März, an den Reutlinger General- Anzeiger Redaktion »Medizin-Forum« Postfach 16 42 in 72706 Reutlingen eingesandt oder direkt in einer der Geschäftsstellen abgegeben werden. Unter der Nummer 0 71 21/30 26 77 kann das ausgefüllte Formular auch an den GEA gefaxt werden. Bis zum Stichtag ist es überdies möglich, kurze und präzise formulierte Fragen per E-Mail zu stellen. (GEA)
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