Straßenarbeiten - Mit der ersten von 15 Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung der Nürnberger Straße wurde begonnen

Nürnberger Straße: Arbeiten für Verkehrsberuhigung

VON ANDREAS DÖRR

REUTLINGEN. Es gibt Maßnahmen hinsichtlich der Verkehrsberuhigung der Nürnberger Straße in Orschel-Hagen, die haben nach Ansicht der Gartenstädter eine höhere Priorität als die Verschmälerung der Einfahrt in die Lindauer Straße. Trotzdem wird begrüßt, dass es endlich losgeht mit der lang und breit diskutierten Umgestaltung dieser Durchgangsstraße, die in ihrer Breite Landstraßencharakter hat.

FOTO: Andreas Dörr
Mit den Arbeiten wurde Anfang dieser Woche begonnen, eine Bedarfsampel eingerichtet. Zum einen werden die Grünstreifen auf Höhe der Einmündung zur Lindauer Straße auf beiden Seiten verbreitert. So verringert sich die Breite der Nürnberger Straße an dieser Stelle deutlich. Als weitere Maßnahme ist der Bau einer Verkehrsinsel geplant. Sie soll auf Höhe der Busparkfläche den Verkehr zusätzlich abbremsen. Im Anschluss werden auf der rechten Seite (Fahrtrichtung Roanner Straße) kurz hinter der Bushaltestelle Parkplätze gebaut.

Wesentliche Maßnahmen

Bereits im September 2012 wurde die Stadtverwaltung vom Gemeinderat beauftragt, für die Nürnberger Straße ein Verkehrsberuhigungskonzept zu erstellen und wesentliche Maßnahmen bis zur Eröffnung des Scheibengipfeltunnels umzusetzen - wobei »wesentliche Maßnahmen« bis zum kommenden Freitag, wenn der Tunnel für den Verkehr freigegeben wird, nicht in trockenen Tüchern sind.

Die Liste, die im Zuge der Verkehrsberuhigung Nürnberger Straße abzuarbeiten ist, ist lang. Sie umfasst 15 mehr oder weniger bauintensive Vorhaben. Sie sollen bis 2020/21 abgeschlossen sein. Mit der ersten Maßnahme wurde jetzt begonnen. »Wir brauchen etwa eineinhalb bis zwei Wochen«, sagt Jörg Schröter, Baustellenleiter der ausführenden Firma Eurovia.

Was sich die Orschel-Hagener wünschen, wurde im vergangenen Jahr bei drei öffentlichen Veranstaltungen eruiert. Vor allem der Rückbau der für eine »Wohnsammelstraße mit ausschließlicher Anliegerfunktion sehr breiten Straße«, wie es im Beschlussvorschlag heißt, auf ein verträgliches Maß von 9 auf etwa 6,50 Meter hat für die Orschel-Hagener Priorität.

Ziel ist es, den Autoverkehr zu reduzieren. »Zum anderen wird so die Verkehrssicherheit erhöht, da (-) das festgesetzte Tempo 30 - nach den Beobachtungen der Orschel-Hagener - immer wieder überschritten wird.« Hannes Höltzel hat die Hoffnung, dass durch die beschlossenen Maßnahmen »die Autos endlich so schnell fahren, wie sie sollen«. Der Sprecher der Interessengemeinschaft Einkaufen und Leben in Orschel-Hagen (Igeloh) ist darüber hinaus gespannt, ob der Verkehr in der Nürnberger Straße mit Öffnung des Scheibengipeltunnels zunimmt. »Dass es mehr Autos werden, ist anzunehmen.«

Verkehrsexperten gehen davon aus, dass dann täglich zusätzlich 900 Autos auf dieser Durchgangsstraße unterwegs sind. Die Fachleute rechneten ihre Zahlen allerdings ohne die geplante Verkehrsberuhigung hoch (siehe GEA vom Dienstag). Hannes Höltzel setzt jedenfalls darauf, dass das Leitsystem, das die Autofahrer gleich nach dem Nordtunnel Richtung Stuttgart führen soll, nicht über die Nürnberger Straße Richtung Rommelsbacher Straße und dann auf die B 464 lenkt. (GEA)

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