Hochschule - Auf der »ConTexMe« knüpfen Studenten und potenzielle Arbeitgeber Kontakt
Erste Berührungspunkte
Von Claudia Hailfinger
REUTLINGEN. »Wie verhält sich der Streifen am Körper?« Unter dieser Fragestellung haben sich die Zweitsemestler des Studiengangs Textil- und Modedesign mit dem banal anmutenden Thema »Streifen« auseinandergesetzt. Herausgekommen sind ganz individuelle Kreationen. Manche mehr - die meisten weniger tragbar. Was zählt, ist die Idee.
Ganz von transparenten Streifen umgeben ist diese Model bei der Modenschau der »ConTexMe«.
FOTO: Gerlinde Trinkhaus
Präsentiert wurden die Modelle bei einer Modenschau an der Hochschule. Sie bildete den Abschluss der neunten »ConTexMe«. Organisiert haben die Kontaktmesse zehn Studierende der Fakultät Textil und Design. Rund 20 Unternehmen aus der Textil- und Bekleidungsbranche folgten ihrer Einladung auf den Campus. Neben Ausstellungsständen boten einige von ihnen auch Vorträge an.
Der Zweck der Messe ist klar: Studierende sollen Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern knüpfen. »Wir wollen motivieren und informieren«, so Markus Stefanovici aus dem Organisationsteam. Er selbst ist im vierten von sechs Semestern und möchte auf der Messe nach Möglichkeiten für das nun bevorstehende praktische Semester Ausschau halten. Damit ist er nicht allein.
Breit gefächerter Einsatzbereich
»Meist erkundigen sich die Studierenden nach Praxissemestern und Plätzen für Abschlussarbeiten«, berichtet Christin Rulofs von der Firma Hartmann. »Das Tolle ist, die haben auch wirklich Fragen«, ergänzt ihre Kollegin Greta Maier.
Was die Studierenden wissen wollen, sei meist das Gleiche: Was macht euer Unternehmen? In welchem Bereich arbeitet ihr selbst? Was kann ich bei euch tun? Und Nachfragen lohnte sich auf der Messe durchaus - viele Aussteller hatten Stellenagebote im Gepäck. Denn natürlich profitieren auch sie von der Messe: Sie bekommen gut ausgebildete Fachkräfte vor die Nase gesetzt.
Silke Schmidt von der Witt-Gruppe erklärte ihnen, wie die Arbeit bei einem Textil-Versandhandel aussehen kann: »Man muss sich zum Beispiel überlegen, wie man etwa die Trends 'Maritim' und 'Safari' auf die entsprechende Zielgruppe runterbrechen kann.«
Dass der Schwerpunkt unter den Studierenden auf dem Thema Bekleidung liegt, musste etwa Kristin Framke-Maaser von der Firma Magna Steyr erfahren. Wie ein Faltschiebedach für Autos hergestellt wird, interessierte nur mäßig. Dabei ist der Einsatzbereich Textil- und Designstudenten sehr breit gefächert, betont Markus Stefanovici aus dem Organisationsteam.
Unter den Ausstellern waren daher nicht nur Modelabels, sondern auch ein Hersteller von Strickmaschinenteilen, ein Produzent von Verbänden zur Wundbehandlung oder ein Fachverlag für die Textilwirtschaft. Gearbeitet werden kann in der Forschung, der Entwicklung, dem Design, im Qualitätsmanagement, Einkauf oder Vertrieb. Die Hochschule steht seit Jahren in regem Kontakt mit der Industrie. (GEA)
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