Reutlingen
Haus der Familie - Neues Programm liegt auf. Neue Reihe »Christen und Muslime im Dialog«

Erfolgsgeschichte für die Bildungseinrichtung

REUTLINGEN. Das Landesprogramm »Stärke« für Eltern mit Säuglingen im ersten Lebensjahr entwickelt sich für das Haus der Familie (HdF) zunehmend zur Erfolgsgeschichte. Im neuen Programm der Familienbildungsstätte bilden Angebote, die sich mit Stärke-Gutscheinen abrechnen lassen, daher inzwischen eine wichtige Rolle. Christen und Muslime im Dialog ist ein zweiter Schwerpunkt im neuen Semester.

Seit September 2008 bekommen Eltern zur Geburt ihres Kindes in Baden-Württemberg einen Gutschein über 40 Euro, einzulösen bei Bildungsträgern mit passenden Angeboten. Eine Auswertung im Reutlinger Jugendamt hat nun gezeigt, dass in der Vergangenheit etwa die Hälfte der Eltern, die ihre Gutscheine einlösten, dies beim Haus der Familie getan haben. Allerdings lässt das Gros der Eltern die Stärke-Gutscheine verfallen, bedauert Frieder Leube. Gerade einmal 20 Prozent werden eingelöst. Der HdF-Leiter sieht Steigerungspotenzial, erwartet im laufenden Jahr eine Zunahme. »Ich kann mir schon vorstellen, dass wir in Zukunft auf 30 Prozent kommen können.« Gleichzeitig verweist er auf die Struktur im Kreis mit seinen ländlichen Anteilen. Vielen Familien auf dem Land fehle die notwendige Mobilität. Das zeigt sich auch in den Zahlen der Familienbildungsstätte. Die große Mehrheit der Stärke-Bezieher kommt aus dem Stadtgebiet. Die Auswertung der HdF-Zahlen belege außerdem, »dass es ein Stück weit gelingt, bildungsferne Familien und Familien mit Migrationshintergrund zu erreichen«.

Guter Start

Einen guten Start hatte die Familienbildungsstätte ebenfalls mit dem zweiten Baustein von Stärke. Im Verbund mit den Jugendhilfeträgern Oberlin und Hilfe zur Selbsthilfe hatte die Einrichtung kostenlose Kurse für Familien in belasteten Situationen auf der Alb in Münsingen sowie in der Reutlinger Oststadt angeboten. Es wird nun eine Ausweitung im Stadtgebiet auf Orschel-Hagen folgen und im ländlichen Bereich auf Zwiefalten, Engstingen und Sonnenbühl.

Zu den Innovationen des neuen Kursprogramms gehört beispielsweise »Geburtsvorbereitung plus«. Der Kurs vereint alles rund um Schwangerschaft und Handling des Neugeborenen, bündelt damit in einem Angebot alle Fachkompetenzen. Das Konzept wurde gemeinsam von Hebammen und Kinderkrankenschwestern entwickelt.

Da Kinder sich zunehmend weniger bewegen, reagiert das HdF außerdem mit Psychomotorik-Angeboten für Kinder. Betont wird der enge Zusammenhang zwischen Wahrnehmung, Erfahren, Erleben und Handeln. Über Rückhalt und Stärke für hochsensible Kinder spricht Rolf Sellin im Mai. Nach amerikanischen Psychologen sind 15 bis 20 Prozent der Menschen hochsensibel und nehmen mehr Reize auf als andere - und das mit größerer Intensität. Konkrete Hilfen im Familienalltag wollen die Abende »Beeil dich, wir kommen sonst zu spät« und »Stressfrei am Familientisch« bieten.

In Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) hat die Familienbildungsstätte außerdem eine Reihe »Christen und Muslime im Dialog« aufgelegt, die vier Abende umfasst. Die Sicht des Islams auf das Christentum und damit einen Perspektivenwechsel nimmt der Tübinger Islam- und Religionswissenschaftler Hussein Hamdan vor. Darüber hinaus wird die Geschichte des Islams von Dr. Hans-Volkmar Findeisen beleuchtet. Dr. Abdelmalik Hibaoui geht auf die aktuelle Diskussion um islamischen Religionsunterricht ein. Hibaoui ist Islamwissenschaftler, Imam und Beauftragter der Stadt Stuttgart für Kontakte zu Muslimen. Und Dekan im Ruhestand Gerhard Simpfendörfer wird sich das Thema »Das islamische Erwachen« vornehmen. (wer)

www.hdf-reutlingen.de


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Erfolgsgeschichte für die Bildungseinrichtung - Reutlinger General-Anzeiger - Region Reutlingen - Reutlingen

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Haus der Familie - Neues Programm liegt auf. Neue Reihe »Christen und Muslime im Dialog«

Erfolgsgeschichte für die Bildungseinrichtung

REUTLINGEN. Das Landesprogramm »Stärke« für Eltern mit Säuglingen im ersten Lebensjahr entwickelt sich für das Haus der Familie (HdF) zunehmend zur Erfolgsgeschichte. Im neuen Programm der Familienbildungsstätte bilden Angebote, die sich mit Stärke-Gutscheinen abrechnen lassen, daher inzwischen eine wichtige Rolle. Christen und Muslime im Dialog ist ein zweiter Schwerpunkt im neuen Semester.

Seit September 2008 bekommen Eltern zur Geburt ihres Kindes in Baden-Württemberg einen Gutschein über 40 Euro, einzulösen bei Bildungsträgern mit passenden Angeboten. Eine Auswertung im Reutlinger Jugendamt hat nun gezeigt, dass in der Vergangenheit etwa die Hälfte der Eltern, die ihre Gutscheine einlösten, dies beim Haus der Familie getan haben. Allerdings lässt das Gros der Eltern die Stärke-Gutscheine verfallen, bedauert Frieder Leube. Gerade einmal 20 Prozent werden eingelöst. Der HdF-Leiter sieht Steigerungspotenzial, erwartet im laufenden Jahr eine Zunahme. »Ich kann mir schon vorstellen, dass wir in Zukunft auf 30 Prozent kommen können.« Gleichzeitig verweist er auf die Struktur im Kreis mit seinen ländlichen Anteilen. Vielen Familien auf dem Land fehle die notwendige Mobilität. Das zeigt sich auch in den Zahlen der Familienbildungsstätte. Die große Mehrheit der Stärke-Bezieher kommt aus dem Stadtgebiet. Die Auswertung der HdF-Zahlen belege außerdem, »dass es ein Stück weit gelingt, bildungsferne Familien und Familien mit Migrationshintergrund zu erreichen«.

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In Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) hat die Familienbildungsstätte außerdem eine Reihe »Christen und Muslime im Dialog« aufgelegt, die vier Abende umfasst. Die Sicht des Islams auf das Christentum und damit einen Perspektivenwechsel nimmt der Tübinger Islam- und Religionswissenschaftler Hussein Hamdan vor. Darüber hinaus wird die Geschichte des Islams von Dr. Hans-Volkmar Findeisen beleuchtet. Dr. Abdelmalik Hibaoui geht auf die aktuelle Diskussion um islamischen Religionsunterricht ein. Hibaoui ist Islamwissenschaftler, Imam und Beauftragter der Stadt Stuttgart für Kontakte zu Muslimen. Und Dekan im Ruhestand Gerhard Simpfendörfer wird sich das Thema »Das islamische Erwachen« vornehmen. (wer)

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